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Im Frz. werden die hierher gehörigen Namen wie o-Stämrne
behandelt und zeigen daher afrz. die Endung -us [z. B. Edipus, 1 )
Thebes, v. 271], nfrz. die Endung e [CEdipe],
Eine Ausnahme bildet nur die im Roman de Thebes [z. B.
v. 760] vorkommende Form Edipodes, welche sich wohl daraus
erklärt, dass man wegen der Genetivform Oedipodis den Namen
für ein Parisyllabum auf -es hielt und dementsprechend behandelte.
e) Namen auf -rs, Gen. -rtis. Lat. Mars, > afrz. und
nfrz. Mars. 1 2 3 )
B. Stämme auf Liquidae.
1. Stämme auf -r.
a) Namen auf -ar, Gen. -aris, z. B. Lar. Lat. Plur. Lares
> frz. les Lares.
ß) Namen auf ör, Gen. -oris, z. B. Amor.
Der Name des Gottes weist dieselbe Behandlung auf wie
das erbwörtlich entwickelte Substantivum, also: afrz. c. r. Amors,
c. o. Amor; nfrz. Amour.
■/) Namen auf ör, Gen. -öris [grch. -cdq, -oqo?\, z. B. Hector,
Castor.
Die hierher gehörigen Namen zeigen im Afrz. das Dekli-
«ationsschema:
c. r, -or, -ors [Hector, 1 *) Hectors 4 5 )];
c. o. -or [Hector* 1 )],
scheinen also in ihrer Entwicklung mit den Substantiven des
Typus dolor [Afrz. III. Deklination] zusammenzufallen. Man
könnte daher geneigt sein, den c. r. aus lat. Hector, den c. o. aus
lat. 'Hectorem [für Hectorum] zu erklären. Die Behandlung der
übrigen mythologischen Namen, welche fast durchgängig in der
lat. Nominativform übernommen worden sind, sowie der Um
stand, dass sich bei den aus den lat. Accusativformen entstandenen
Substantiven hochtoniges o > ou bez. eu entwickelte, sprechen
jedoch für die Erklärung beider afrz. Formen aus dem lat. Nom.
Im Neufrz. zeigen die in Betracht kommenden Namen die
unveränderte Form des lat. Nominativs.
2. Stämme auf 1 sind nicht vertreten.
1) Ist im Roman de Thebes die regelmässige Form neben dem sel
tenerem Edipodes.
2) Als c. r. [Troie, v. 1353]; als c. o. [Theb., v. 9173].
3) Troie, v. 253: Com Hector, ocist Patroclus; ferner v. 2697,
2223: Castor.
4; Troie, v. 411: Com Hectors navra Achilles; ferner v. 3279;
J72: Antenors.
5) Troie, v. 170: Hector; v. 2094: Castor.

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