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Der Geschlechtswandel ist aller Wahrscheinlichkeit nach
durch das auslautende x bewirkt worden, welches im Frz. nur
bei Masc. vorkommt.
§ 5. Lat. Argo s/f., grch. rj ’ A^yco > frz. Argo s/m.
Die Aufgabe des alten Geschlechtes erklärt sich daraus, dass
Argo gewöhnlich in der Verbindung le navire ~ gebraucht wurde
(noch heute als Bezeichnung des Sternbildes üblich) und dann
aus seiner Stellung als Determinativum zum selbständigen Namen
mit dem Geschlechte des früher determinierten Substantivs
aufrückte.»)
§ 6. Auf dieselbe Weise erklären sich frz. ino s/m. u. io s/m.
(zo. = Schmetterlingsart) aus lat. papilio io bez. ino,
frz. papillon io bez. ino.
§ 7. Lat. Scylla f., grch. rj SxiiAAa, UkvAAtj > frz. le bez.
la Scylla.
Sachs gibt den Namen als weiblich, Littre als männlich an.
Die Akademie erwähnt ihn nicht besonders unter dem Buch
staben S, sondern nur unter Charybde in der Redensart: tomber
de Charybde en Scylla. Die Schreibung Scylla lässt jedoch er-
schliessen, dass ihn die Academie zu den Masculinis zählt; denn
im Frz. sind sämtliche Wörter auf -a [mit Ausnahme von villa, f.]
Masculina, z. B. l’opera, le phylloxera, le nymphaea.
§ 8. Lat. lemures s/m. > frz. les lemures mit weiblichem
Geschlecht nach S., mit männlichem nach Chateau
briand et l’Acad.
§ 9. Lat. manes s/m. > frz. les mänes mit männlichem
Geschlecht nach S., mit weiblichem nach Bossuet.
B. Deklinationszugehörigkeit der mythologischen
Namen.
1. -a Stämme. Nom. Sg. auf: lat. -a, bez. grch. a; lat -e,
bez.'grch >/; lat. -as, bez. grch. «c. Die hierher gehörigen
Namen gehören der afrz. I. Deklination an.
a) Feminina auf lat. a [grch. a, rj],
a) Afz. normales Deklinationsschema:
Sg. c. r. Muse < lat. Musa,
c. o. Muse < lat. Musa[m],
1) Von Einfluss auf den Geschlechtswandel mag auch das gleich
lautende argot s/m. gewesen sein.

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