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In der Verbindung a + m bewahrt a in einem Falle seinen
urspr. Laut, nämlich in Priam < Priamus.
Die Aussprache dieses Namens ist nicht zu allen Zeiten
die gleiche gewesen, man sprach:
im XII. s. Priä. cf. die Reime im Roman de Troie, z. B.
V. 184: Priam // quant.
im XV. s. 1 ) Priä. Bei Millet reimt z. B. v. 3127: Priam mit
Troyan; auch Priam // anden v. 1831 lässt auf nasalen
Laut schliessen.
im XVI. s. Pria-m. Thurot 11. 475 sagt: l’m termina en
general des noms propres etanciennementformaitavec
l’a et l’e la voyelle an. Mais au XVI e s. l’usage
s’introduisit de prononcer le m finale, „es mots
estrangers m garde sa prononciation, dit Lanoue“. 1 2 )
im XYII. s. Pria-m. Für das XVII.s. ist die Aussprache Pria-m
anzunehmen, weil, wenn die Aussprache ä gelautet
hätte, der Name im Reime erwartet werden müsste,
da die Masse der Wörter auf ä eine sehr grosse ist.
Ich habe aber trotz eifrigen Suchens den Namen
nicht im Reime gefunden [cf. z. B. Racine’s Andro-
maque u. Iphigenie]. Pria-m andrerseits konnte nicht
wohl im Reime gebraucht werden, da nur an eine
Reimstellung mit Wörtern wie Amsterdam, Siam,
Ham zu denken wäre, diese aber aus sachlichen
Gründen unmöglich ist.
im XVIII. s. Priä. z. B. La. Motte f. S.
im XIX. s. Pri-am. Diese Aussprache wird gegeben von La-
rousse, Dupuis 3 ) u. M.-Cz.
II. im Auslaut
bleibt erhalten: Nausicaa, Leda; afrz. Diana, Cassandra.
§ 2. Lat. e (grch. e, v ).
I. im (An- und) Inlaut
a. in f r e i e r S i 1 b e:
1. vor Vokal > e [geschr. e]: Tydee, Persee, musee.
1) Für die nicht genannten Jahrhunderte bin ich ausser Stande. An
gaben zu machen.
2) le Dict. des rimes frangoises, 1536, p. 338
3) Traite de la prononciation, Paris, 1836.

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