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Beispiele: Dire oimes c’uns joians [Dolopathos p. p. Brunet et
Montaiglon, Paris, 1856, v. 8232], — ne ]i ioians ne
seroit mies aussi sauueis [Lotlir. Psalter V. 32],
Zu diesen Masculinis wurden afrz. Femininformen auf —ande
gebildet: Sei garde une gaiande qui molt fait a douter [Fie-
l'abras V. 2483, nach L.] — Et dirons du Chevalier a la
belle geande [Perceforest, vol. m, nach G.] — allit fi-
ancer une joyande [J. Aubrion, Journ. an. 1497, nach
G.]. — Ganz vereinzelt steht afrz. die Femininbildung
Gyane da: Ysabel la Gyane 1 ) [Livre de la taille de
Paris pour 1292, nach G.].
Im Neufrz. finden sich nur die Maskulinform geant (< afrz.
geant < lat. gigantem) sowie die Femininbildungen
geante und gigante * 2 ). Da nach dem Nasalvokal a
auslautendes t in geant nicht gesprochen wird, so
ließ man es häufig in der Schrift weg und bildete
sogar eine Femininform geane. Aus demselben Grunde
erklärt sich afrz. Gyane.
Beispiele: le gean d’autre part le mesuroit d’un horrible regard
[Ronsard, 618, nach L.]. — la fille göane vue par Goro-
pius qui avait dix pieds de hauteur [BuftoH, Suppl. ä Fhist.
nat. nach L.].
§ 2. — s/m bez. 8/f. Den afrz. u. nfrz. Namensformen sind
folgende Bedeutungen gemeinsam: I. n . pr. Name der
Giganten, der Söhne der Erde, welche den Himmel
erstürmen wollten: z. B. Theb. v. 2007/8 cf. oben.—
Noch deutlicher Tlieb., Ms. S. v. 4315 ff: Fort se com-
batent li jaiant // Maces de plomb fcmt faire ardent; // Gidtent
as diex ire[e] ment. II. n. ap. Mensch von außergewöhn
licher Größe und Stärke, Riese 3 ): la premiere (eschele)
est des jaians de Malperse [Rol. v. 3253], Hierher ge
hören auch die afrz. und nfrz. Femininformen:
Nur im Nfrz. finden sich: gigante [ganz gelehrt!) s /f. (im See
wesen) große Figur, gewöhnlich am Hinterteil der
Galeeren [Suppl. au Dict. de l’Acad. Paris 1831] und
*) Das y in diesem Namen ist entweder Schreibung für i (Giane
mit völligem Schwund des g würde dann neben die Formen geant und
gaant zu stellen sein) oder es ist Schreibung für i —j (= ij > y).
2 ) gigante und die Ableitungen, welche den unveränderten lat.
Stamm zeigen, sind ganz gelehrte Bildungen.
s ) Die Biesen wurden vom Christentum als teuflische Wesen hin
gestellt und erscheinen in den afrz. Dichtungen daher immer als solche
[cf. Schroeder],

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