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Hesperides [al ’EojuQßes]. § I. Lat. PI. > nfrz. Hesperides.
§2. — s/f. pl. Töchter des Atlas, denen Hercules die gol
denen Äpfel raubte.
§ 3. I. hesperidie s f. bot. Pomeranzenfrucht. II. hesperide
a. u. —es s/f. pl. bot. pomeranzenartig(e Gewächse).
Atlas [o ” Atlas],
§ I. I. Lat. Nom. afrz. > Atlas, Athlas (c. r. u. c. o.), nrfz.
> Atlas. II. Lat. Acc. Atlantem > nfrz. atlante cf.
§ II. 10.
2. — s/m. I.n. pr. Name des Titanen: Athlas qui avec ses es-
paules garda le oiel de tomber. [Kal). 1. II.]. Bei Millet
wird Atlas sogar zu den Göttern gezählt; v. 19455:
Et puis apres le dieu Athlas. II. n. ap. Name eines Mannes
von außergewöhnlicher Stärke: pour y suffire il faudrait
un Atlas. [Delille, Conversation: nach Dict. hist.]. —
Je ne sais point au ciel placer un ridicule // D’un nain faire
un Atlas, ou d’un lache un Hercule. [Boileau, DisCOUl’S au
roi]. III. n. pr. geogr. Berg, häufig nach Arcadien
verlegt, weil hier der Himmel auf den Bergen
ZU ruhen scheint: Athas, jadis roy d’Espaigne l ), fut chacie
et boutd hors de son royaume et s’en fuy en une montaigne
en Grecc qui pour ce est encore appelde Athlas. [E. D. VII.
193], ß) Berg in Afrika: Et sans que mon corps fu
point las // La grant montaigne d’Athalas // Nous passasmes
en Ethiope. // Qui a si tres haulte la crope // Qu’aucun poete
maintenoit // Que celle le ciel soustenoit. [Chr. d. P. V.
1456 ff.]. — In neuerer Zeit hat man mit Atlas das
gebirgige Hochland im nordwestlichen Afrika be
zeichnet, dessen höchste Erhebung der in Marokko
gelegene hohe Atlas ist. IV. n. pr. anat. erster Hals
wirbel, der unmittelbar den Kopf trägt. V. n. ap.
Sammlung geographischer Karten, Atlas: grant —, —
portatif. Die Kartensammlung Mercators vom Jahre
1595 zeigte auf dem Titelbild die Gestalt des Atlas
mit der Himmelskugel. Vermutlich hat dieses be
rühmte Werk allen künftigen Kartensammlungen den
Namen gegeben [Dict. hist.]. VI. n. ap. jedwede
Sammlung von Landkarten, Plänen und Zeichnungen,
') Entstellung der späteren Sage, nach welcher Atlas König von
Mauritanien war und von Perseus in einen Berg verwandelt wurde, weil
er ihm die gastliche Aufnahme verweigert hatte. [Ovid. met. 4, 627 ff.].

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