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drüsen auch das Knochenmark sich an der Bildung der weißen Blnt-
elemente beteilige. Ehrlich stellte auf Grund farbentechnischer Unter
suchungen die Behauptung auf, daß von den beiden verschiedenen weißen
Elementen die körnchenhaltigen Leukozyten nur vom
Knochenmark erzeugt wurden, während die körnchenfreien Lympho
zyten nur in Lymphdrüsen und Milz zu finden seien und hier gebildet
würden.
Wenn auch nach dieser Ehrlich 'sehen Einteilung die Lympho
zyten als nicht zu den Knochenmarkselementen gehörig außer acht ge
lassen werden könnten, so muß ich sie doch erwähnen, da alle als Lympho
zyten gekennzeichneten Zellen auch im Knochenmark Vorkommen.
Die Lymphozyten teilt Ehrlich in große und kleine
Lymphozyten ein. An der Ehrlich 'sehen Charakterisierung der kleinen
Lymphozyten nach Protoplasma und Kern hält man auch heute fest, nur
haben Michaelis und W o 1 f f darauf hingewiesen, daß bisweilen das
Plasma nicht rein hasophil sei, sondern violette Granula hei der Roma-
nowsky-Färbung sichtbar gemacht werden könnten. Weniger klar sind die
Ansichten über die großen Lymphozyten E h r 1 i c h s, speziell die Trennung
dieser von den großen Mononucleär-Leucozyten. Schon die verschiedenen
Namen, die spätere Beobachter Zellen gaben, die mit der einen oder
anderen Form identisch sein müssen [ (hypertrophische Lymphzelle
(Michaelis), Markzellen (Troje) Myeloblasten, (Naegeli) un
reife Zellen (Grawitz) weisen darauf hin, daß man sich über Her
kunft, Färbbarkeit und Klassifizierung nicht ganz klar ist. H e 11 y
sondert von den Lymphozyten leukozytoide Lymphozyten und versteht
hierunter „große mononucleäre Leukozyten mit reichlichem Protoplasma
und excentrisch gelegenem Kern“. Er hält diese Gebilde für die
leukozytoiden Adventitia-Zellen March and s. Schwierig wird die
Klassifizierung dieser Zellgruppe, (spez. die Trennung von den großen
mononukleären Leukozyten), oft auch deshalb, weil man nicht das gleiche
Aussehen, die gleichmäßige Färbbarkeit aller Zellen verlangen kann
und „wir mit einem gewissen Spielraum rechnen müssen, innerhalb dessen
kleine Unterschiede Vorkommen können“. (Hel ly).
Türk glaubt, daß es hei einiger Übung nicht schwer ist, die
Lymphozyten von den großen mononukleäreu Leukozyten zu trennen.
Er stützt sich hauptsächlich auf das Verhalten des Kerns.
Die Übergangsformen führe ich nicht als gesonderte Zellklasse,
sondern reihe sie unter die mononukleären Leukozyten ein. Nach den
mit besonderen Methoden im Plasma färbbaren Granulationen teilte
Ehrlich die granulierten Leukozyten in 5 verschiedene Gruppen
(tt-t-Granulationen). Nachdem sich herausgestellt hat, daß « und ß-
Granula jedenfalls identische Gebilde sind und daß die d-Granula keine
echten Granulationen, sondern geringe Plasmastrukturveränderungen be
deuten, beschränkt man sich jetzt auf acidophile, basophile und neutro
phile Granula. Berücksichtigt man daneben die Kernform, so bleiben

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