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schauung über den Fettgehalt des Knochenmarks, die aller
dings bereits durch Rogers chemische Analysen gestützt
sind, bestehen also zu Recht. Der von Forrest im Rippen
mark der Pferde gefundene Prozentgehalt an Fett entspricht
ungefähr den von mir bei einjährigen Tieren in den Rippen
gefundenen Werten. Die Eisen-Reaktionen, die nur
als Nebenbefunde gelten sollen, gaben in jedem Alter auf
fällig starke Reaktion des Rippenmarks, bei jugendlichen
Tieren eine mäßige Grünfärbung des weichen roten Marks.
Es decken sich auch diese Ergebnisse mit denen
der früheren Untersucher, insbesondere mit der von Quincke
hervorgehobenen Tatsache, daß die eisenhaltigen Körner
im roten Mark reichlicher sind, wie im gelben. Die Ver
änderung der Zellelemente aller Knochen im verschiedenen
Lebensalter habe icb nirgends erwähnt gefunden. Über
rascht hat mich das auffällige Übereinstimmen der Zellen
in den platten Knochen desselben Tieres und die geringen
Unterschiede im Zellgehalt beim weichen roten und spon
giösem roten Mark. Auf geringe Differenzen in Ausstrichen
von Sternum und Rippen will ich hier nicht näher eingehen.
Die Tatsache, daß bei älteren Tieren die Roten und speziell
die kernhaltigen Roten an Zahl sehr herabsinken, daß die
Polymorphkernigen sich relativ vermehren, deckt sich mit
den erwähnten Einzelergebnissen Jones’ und Rogers.
Kurz zusammengefaßt sind die Ergebnisse
folgende: Die ersten Versuchstiere bis zum Alter
von 6 Wochen haben in allen Knochen ein rot aus
sehendes Mark, weiches Mark in der Mitte der Röhrenknochen
(ebenso in Talus, Caleaneus, Metatarsaiknoclien, Phalangen)
in Scapula und Becken. Der Wassergehalt beträgt beim
weichen Mark 13%,
spongiösen Mark 53%,
der Fettgehalt beim
weichen Mark 1 %,
spongiösen Mark 3,0% (Mittelzahlen).
Das Aussehen des Marks ändert sich sehr bei den
3 Monate alten Tieren. Das weiche Mark der Röhren
knochen ist zentral gelb gefärbt (Fettmark), peripher gelb

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