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Da das Knochensystem und besonders das
Mark eine wesentliche Stellung im Organis
mus des Säugetieres einnimmt, schien es m i r
wertvoll, chemische und Gewichtsgrundlagen
zu schaffen und in einer kontinuierlichen
Reihe bei größeren Tieren die Entwicklung
des Marks zu verfolgen.
Nach meinen Untersuchungen, die sich, wie erwähnt,
auf das Mark sämtlicher Knochen erstrecken, soweit dieses
technisch möglich war, komme ich zu folgendem Resultat:
1. Die Menge des gesamten Marks ist in
den ersten Lebenstagen bei Hunden sehr gering. Es han
delt sich auch bei Tieren größerer Rasse nur um Bruchteile
eines Grammes in den einzelnen Röhrenknochen. Da auch
das Mark der platten Knochen sehr wenig entwickelt ist,
habe ich von einer näheren chemischen Untersuchung dieser
abgesehen. Die Knochen enthalten ein rotes spongiöses
Mark, das in Becken und Scapula spärliche Mengen eines
weichen roten Marks einschließt. Das Rippenmark ist hell
rot und leicht ausquetsclibar, ausgequetscht ist es flüssig. Das
weiche Mark der Röhrenknochen ist von dunkelroter Farbe,
sehr weich, nicht flüssig; das spongiöse Mark ist von teigiger
Konsistenz und sehr leicht aus der Knochenhülle ausschäl-
bar. Spongiöses und weiches Mark zu trennen, ist des ge
ringen Gesamtwerts wegen nicht möglich.
Die Menge des Marks hat bei den 14 tägigen Hunden
schon ziemlich wesentlich zugenommen. Der Charakter
ändert sich makroskopisch nicht. Bei den 6 wöchigen
Hunden steigen weiterhin die Gewichte der auskratz-
baren Marksubstanzen. Es gelingt leicht, das weiche Mark
von dem spongiösen zu trennen. Das weiche Mark der
Röhrenknochen hat eine dunkelrote Farbe, eine fast flüssige
Konsistenz; das spongiöse Mark ist intensiv rot, weich und
leicht auszukratzen, Scapula, Sternum, Becken und Wirbel
säule zeigen ein rötlich gefärbtes spongiöses Mark in relativ
mäßiger Menge. Das Epiphysen-Mark ist hellrot, spongiös
und noch so spärlich entwickelt, daß eine Mitberücksichti
gung bei der Gesamtmenge sich nicht lohnt.

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