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Roger und J o s u d haben ausgedehntere chemische und histo
logische Untersuchungen über das Knochenmark hei Kaninchen gemacht,
hauptsächlich die chemischen Veränderungen des Marks hei Infektionen
und Vergiftungen betreffend. In Vorversuchen haben sie 4 normale
Kaninchen verschiedenen Alters untersucht und gefunden, daß hei jungen
Tieren die Zellelemente reichlicher sind, wie bei älteren,-daß bei In
fektionen und Vergiftungen aber das zellarme Mark mit einer Vermeh
rung der Myeolozyten, speziell der Neutrophilen, reagiert.
Einschlägige Arbeiten über Zellelemente sind also ge
ring. Was über das chemische Verhalten der
Marksubstanz bekannt ist, ist folgendes:
Wir wissen, daß Hypoxanthin im Knochenmark (Salkowsky
bei Leukämie, Heymaiin in Knochen gesunder Kälber) vorkommt.
Milchsäure fand G. S a 1 o m o n in dem Knochenmark Leukaemischer.
Eisenreaktion (Ferrocyankalium-Salzsäure, Schwefelammonium Reaktion)
bekamen Nasse und Quincke. Nasse betont die starke Reaktion
des Rippenmarks älterer Pferde und Menschen; bei Hunden fand er die
Reaktion außerordentlich wechselnd, nicht immer abhängig vom Alter
der Tiere, oft hei jungen Tieren schon sehr reichlich. Quincke be
tont das reichlichere Vorkommen Fe-haltiger Körner im roten Mark
(Sternum und kurze Knochen), sah die Reaktion in der Peripherie reich
lieber als im Centrum und konnte eine außerordentliche Vermehrung
durch Transfusion erzielen. Fleischer wies den Bence Jones’sehen
Eiweißkörper nach im Mark von Rindern, Pferden und Menschen, nach
dem kurz vorher V i r c h o w eine ähnliche Reaktion bei osteomalacischem
Knochenmark gesehen hatte.
Quantitative Bestimmungen von Mohr ergaben für das Fettmark
des Rindes ein Gehalt von 63% Ölsäure, 22% Palmitinsäure und 9%
Stearinsäure, flüchtige Fettsäuren waren nicht vorhanden.
Forrest fand im Mark von Kaninchenfemur und Pferderippen
Albumin, Globulin und Nucleoalbumin; Proteosen oder Peptone waren
nicht nachweisbar. Hutchinson und Macleod untersuchten das
rote Mark der Pferderippe und fanden 32,6 % feste Stoffe,
davon 11,6% Eiweiß
17,9 „ Fett
und 3,0 „ Salze.
Die erwähnten Autoren Roger und J o s u ö machten Fett-, Wasser-
und Eiweißbestimmungen bei 4 Kaninchen verschiedener Größe und fanden
bei
einem Tier von
Wasser,
Fett,
Eiweiß.
960 Gramm
75 %
11 %
10 °/o
bei
einem Tier von
1830 Gramm
51 %
32 %
4%
bei
einem Tier von
2305 Gramm
31 %
50 %
3%
bei
einem Tier von
2880 Gramm
34 %
50 %
4%.

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