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flüchtig im Gegensatz zum trimeren Glyoxal. Die Lösung rea
giert kaum nennbar sauer und reduziert Fehling’sche Flüssig
keit nicht. Aus atnmoniakalischer Silberlösung wird das Silber
mompptan gefällt. Auf Zusatz von essigsaurem Phenylhydrazin
scheidet sich das Glyoxalosazon aus; durch eine Verbrennung
wurde dasselbe identifiziert.
0,1329 g Substanz
b = 771,9 mm
26,5 ccm Stickstoff
t= 19°
Berechnet: (Cfi iNNHGiFI.-,)«.
23,5% N.
Gefunden:
23,28% N.
Ebenso sind die Löslichkeitsverhältnisse ganz andere ge
worden. ln wasserfreiem Benzol und Petroläther ist es leicht
löslich und wird auch von absolutem Äther vollkommen auf
genommen. Enthalten die Lösungsmittel jedoch Feuchtigkeit,
so scheidet sich das Glyoxal sofort in Flocken ab. Es genügt
schon, die Lösung längere Zeit an der freien Luft stehen zu
lassen, um eine Ausscheidung zu bewirken. Ein interessantes
Beispiel von Massenwirkung gibt uns das Verhältnis des mono
meren Glyoxals zum Wasser. Giesst man Glyoxal in einen
Überschuss von Wasser, so geht es unter Aufzischen und starker
Wärmeentwickelung glatt in Lösung. Auf Zusatz von wenig
Wasser tritt sofort Polymerisation ein. Das Glyoxal scheint bei
der Polymerisation verschiedene Stufen zu durchlaufen: Es ist deut
lich ein Unterschied zu erkennen, wenn dieser Prozess einmal
unter Luftabschluss, das andere Mal bei freiem Zutritt der Luft
vor sich geht.
Unter Luftabschluss trübte sich in kurzer Zeit das
ölige Produkt und geht allmählich in eine grünliche Gallert
über. Nach zweitägigem Stehen ist es eine grün-gelbe harte
Masse, welche in allen üblichen Solventien unlöslich ist. Im
Mörser zu einem feinem Pulver zerrieben und im Schmelzpunkts
röhrchen erhitzt, zeigt es folgendes Verhalten:
Bis 180° tritt nicht die geringste Veränderung ein. Von
dieser Temperatur ab beginnt eine langsame Braunfärbung und

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