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wurde derselbe mit Alkohol und Äther aufgekocht und bei
100° getrocknet. Die Analyse gab folgende, auf das Glyoxal-
disemicarbazon stimmende Werte:
CH=NNHCONH 2
I ■ •
CH=NNHCONH ä
0,1502 g Substanz; 0,1548 g C0 2 ; 0,0633 g H>0
Berechnet: Gefunden:
C = 27,87% C = 28,11 %
H= 4,65% H = 4,71 %.
Die Ausbeute an trimolekularem Glyoxal betrug im all
gemeinen nie mehr wie 28% der Theorie; die schlechte Aus
beute ist vielleicht auf die primäre Bildung der leicht flüchtigen
monomeren Form zurückzuführen, welche im Entstehungszustand
von den Sauerstoffblasen mitgerissen wird.
Darstellung des monomeren Glyoxals.
Das monomere Glyoxal entsteht aus dem trimeren Glyoxal
durch Depoiymerisation.
Als geeignetes Depolymerisationsmittel hat sich das Phos-
phorpentaoxyd erwiesen. Wahrscheinlich wird es zuerst als
Säure spaltend auf das trimere Molekül einwirken. Indem es
dann die letzten Spuren Wasser dem Gemisch entzieht, wird
einer neuen Polymerisation vorgebeut, und das monomere Pro
dukt entweicht. Auf Debus’sches Glyoxyl wirkt das Phosphor-
pentoxyd in gleicher Weise. Für die weiteren Versuche wurde
nur dieses verwandt, da es im Handel zu erhalten ist.
Je 2 V* g rohes Glyoxal werden in einem 50 ccm fassenden
Rundkolben mit Phosphorpentaoxyd ') gut vermischt. Als Vor
lage wurde efn Fraktionskölbchen von 5 ccm Inhalt mit nicht zu
niedrigem Rohransatz benutzt; als Kältemischung diente Kohlen
säureschnee und Äther, wodurch eine Temperatur von ungefähr
— 70 u erreicht wurde. Um unter einem möglichst grossen
*) An Stelle von Phosphorpentoxyd kann man auch Zinkchlorid benutzen.

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