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bei 25—28° abdestilliert. Es hinterbleibt eine gelbe, zähflüssige
Masse, welche beim Erwärmen auf dem Platinblech unter Flammen-
erscheinung heftig verpufft. Mit Wasser reagiert der Rückstand
in der Kälte langsam; bei ungefähr 60° tritt unter heftigem
Aufsieden eine plötzliche Zersetzung der ganzen Masse ein. Es
entweicht eine reichliche Menge von Benzaldehyddämpfen. Am
Boden des Kolbens, scharf getrennt von der wässerigen Lösung,
scheidet sich ein klargelbes Öl ab. Es wird abgehoben, ge
trocknet und im Vakuum fraktioniert. Der grösste Teil geht
bei 179° über, dem Siedepunkt des Benzaldehyds. Eine geringe
Menge nicht angegriffenen Zimmtaldehyds bleibt zurück.
Die wässerige, schwach gelb gefärbte Lösung scheidet
beim Erkalten beträchtliche Mengen weisser Krystalle aus, welche
abfiltriert und umkrystallisiert, sich als Benzoesäure ergeben.
Das Filtrat gibt auf Zusatz von Ammoniak und Chlorkalzium
nur eine geringe Trübung. Es sind also nur Spuren von Oxal
säure oder Glyoxylsäure zugegen. Fehling’sche Lösung wird in
der Kälte reduziert. Eine Reaktion auf Wasserstoffsuperoxyd
ist kaum wahrzunehmen. Mit essigsaurem Phenylhydrazon fällt
das charakteristische Gloxalosazon in goldig glänzenden Nadeln
aus. Somit war erwiesen, dass die Spaltung des sich zuerst
gebildeten Ozonids nach folgendem Schema verlaufen war:
0
CeHsCH CHCOH » CoHäCOH + COH . COH.
Auf eine Analyse des Ozonids musste verzichtet werden
Es war nicht möglich, dasselbe frei von Benzoesäure zu erhalten.
Wird frisch destillierter, über die Bisulfitverbindung gereinigter,
Zimmtaldehyd mit trockenem Ozon behandelt, gelingt es manchmal,
ein klares, gelbes Ozonid zu erhalten, welches jedoch in Berührung
mit Luft sofort Benzoesäure ausscheidet. Versuche mit anderen
Lösungsmitteln, wie Eisessig und Tetrachlorkohlenstoff, führten zu
demselben negativen Resultat. Auch verschiedentliches Lösen des

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