— 1? —
ringer und viel feiner ist als die von P. juglandis. Die Kulturen
sind unten hell.
Asparagin r ohrzucker: Nach einer Woche treten hellblaue'Inseln
auf, deren Farbe in ein grünliches Blau übergeht. Die Unterseite wird
gelblich.
Stärke: Langsam wachsen blaugrünliche Inseln heran. Die Unter
seite ist braungelb. Die Flüssigkeit wird gelblich.
K N 0 3 : Der Pilz verhält sich ähnlich wie auf der Stärke, nur ist
das Wachstum etwas schwächer und die Inseln haben zunächst ein
flockigeres Aussehen. Die weißen Flocken färben sich zuerst zart hell
grün, später etwas dunkler. In der Lösung war Oxalsäure nachzuweisen.
Saure und alkalische Substrate: In 8-proz. Zitronensäure
bildet der Pilz noch eine hellblau-grünliche Decke. In 2-proz. Lösung
bilden sich schnell zahlreiche Inseln, oben hellblau, unten hell. Später
werden die Polster grau. Die Flüssigkeit wird gelblich. In allen Na^O,,-
Lösungen von 1—Vs Proz. wächst der Pilz nicht. Rote Lackmusgelatine
wird purpurn. Da P. italicum auch auf alkalischer Gelatine sehr
schlecht gedieh, so scheint es nur auf sauren bis neutralen Medien fort-
kommen zu können, wie es ja seinem natürlichen Vorkommen entspricht.
Tannin: Kein Wachstum.
Milch: Es entwickelt sich eine Decke von unbestimmter Mischfarbe.
Kasein setzt sich sowohl an der Unterseite der Kultur als auch am
Boden des Kolbens als weißer Ueberzug ab und verschwindet sehr
langsam.
Charakteristisch erscheinen mir für diese Species die hellbläuliche
Farbe, die schlechte Entwickelung bei 11°, das auf den künstlichen
Nährmedien meist nur mittelstarke Wachstum, welches auf alkalischen
Substraten sogar gänzlich aufgehoben scheint.
Diese Untersuchungen kamen, wo sie mit denen Wehmers und
Stolls parallel liefen, im wesentlichen zu denselben Resultaten. Auch
die morphologischen Beobachtungen stimmen mit ihren Zeichnungen
überein.
5. Penicillium olivaceum Wehm er.
Der Pilz entwickelte sich häufig auf Zitronen und Apfelsinen, jedoch
später als Penicillium italicum (wie Wehmer schon bemerkt), dann
aber wächst er sehr kräftig und überzieht mit einer dichten oliv-
farbenen Schicht jede freie Stelle der Frucht.
Mikroskopische Untersuchung.
Die Hyphen sind 5—5,5 fi breit, die Zellen gegen 35 n lang. Der
wenig verzweigte Konidienträger bildet an jedem Zweig nur 1—2 Basidien
aus, die ihrerseits bis zu 4 Sterigmen tragen. Die Sterigmen sind zu
nächst noch kurz, nur 2—3mal so lang wie breit, bilden aber schon
Konidien aus. Wenn sie ausgewachsen sind, ist ihre Länge etwa das
Fünffache der Breite. In der Mitte sind sie oft ein wenig eingeschnürt,
unten abgerundet, oben etwas zugespitzt. Die Konidien sind elliptisch,
6—8 /.i lang, 4- 5,5 fi breit. Sie wachsen nach der Abschnürung nur
noch wenig. Eine doppelte Kontur ist sichtbar. Vor der Keimung, die
auf Zuckergelatine nach 15 Stunden eintritt, schwellen die Konidien be
deutend an, aber der Durchmesser vergrößert sich fast ausschließlich, so
2

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.