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Konidienbildung zeigt sich eine Verflüssigung aller Gelatinen, die bald
vollständig ist. Die Farbe wird allmählich grüner, behält aber stets einen
gelblichen Ton. Die Streifen der Strichkulturen kräuseln sich zunächst
an den breiten, weißen Rändern und krümmen sich immer mehr zu
sammen ; zugleich wird der grünliche Teil gelblich-braun, während der
Rand weiß bleibt. Diese charakteristische Entwickelung vollzieht sich
in 8—10 Tagen. Auf 6-proz. sauren und 2-proz. alkalischen gewöhn
lichen und Zuckergelatinen verhält sich der Pilz ähnlich, zu bemerken
ist nur, daß das Grün kaum mehr auftritt, sondern gleich eine bräunliche
Färbung einsetzt.
Kartoffel: Das Wachstum ist zunächst langsam, nach einer Woche
ist aber doch die ganze Scheibe von einer kräftigen, olivgrünen Decke
überwuchert. Die Hyphen ragen hier bedeutend hoch.
Reis: Von allen Arten zeigt diese hier das üppigste Wachstum.
Die ganze Oberfläche wird oliv überzogen und der Reis selbst schwach
grünlich.
Zitronenscheibe, Möhrenscheibe: Der Pilz wächst gut und
normal.
Simonsbrot: Nach 5—6 Wochen hatten sich reichlich Koremien
gebildet, die aber ganz anders aussahen wie die von P. juglandis.
Sie traten erst auf, als die kräftig überwucherten Scheiben zwischen den
Deckeln einer Petri-Schale gepreßt wurden. Es zeigten sich dichte,
feste, weiße Stiele, 8—4 mm lang, zum Teil dem Glase dicht anliegend,
oben kopfig verbreitet. Hierauf entstanden grüne Stäbchen, die sich eigen
artig fächerförmig um das Stielende anordneten (1—2 mm lang).
Traubenzucker: Auf I und II bilden sich kleine, weiße, von
Anfang an stark gewölbte Inseln, die von der Mitte aus sich rein hell
grün färben. Die Unterseite ist weiß und überwuchert auch die Ober
seite in ähnlicher Art, wie es bei P. kiliense beschrieben wurde.
Nach einer Woche findet man wegen energischer Krümmung der Polster
nur weiße Kugeln und Stäbchen auf der -Lösung schwimmen. Die Flüs
sigkeit bleibt klar.
Glycerin: Auf Glycerin verhält sich der Pilz ebenso, nur bildet
er doch zunächst flache, hellgrüne bis olivfarbene Inseln aus, die sich erst
später krümmen und weiß werden.
Rohrzucker: Auf Rohrzucker wächst diese Art gut. Nach 3
bis 4 Tagen haben sich flache, dichte Polster gebildet, die dadurch stets
ein charakteristisches Aussehen erhalten, daß sie zusammengesetzt
scheinen aus 1—2 mm kleinen, unregelmäßigen Polygonen. Wenigstens
ist der Rand selten ganzrandig oder auch unscharf, sondern mehr oder
weniger unregelmäßig, eckig und gezähnt. Diese Polster sind gelblich
grün, später grün gefärbt. Die Lösung wird grünlich, die Unterseite der
Kolonieen ist weiß-grünlich. Hohe Hyphen treten hier, wie überhaupt
bei dieser Art, selten auf; die Decken sehen immer dicht und eben an
der Oberfläche aus.
Asparagin: Auf Asparagin mit KH 2 P0 4 und KaHPO.! wächst
der Pilz verhältnismäßig gut. Es bildet sich eine flaumige, weiße Decke,
die später einen gelbbräunlichen Ton annimmt. Auf Asparaginrohr-
zucker wächst diese Art ausgezeichnet. Schon nach 2 Tagen ist die
Kultur hell gelbgrün gefärbt. Die Decke wird dichter, zeigt die gefel
derte Wuchsform und wird dunkel olivgrün. Die Lösung selbst wird
grünlich.
Stärke: Das Wachstum ist nur mittelmäßig. Nachdem sich zunächst

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