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Ton anzunehmen. Das Wachstum ist kräftig, aber nicht so stark wie
auf Kartoffeln und Reis.
Simonsbrot. Der Pilz zeigt nichts Bemerkenswertes.
Traubenzuckerlösungen: In den Lösungen I und II zeigen
sich 2 Tage nach der Impfung kleine, dünne Mycelfiocken, auch am
Boden des Kolbens. Nach 4 Tagen sind die Flocken zu dichten runden
Inselchen geworden, von 1—3 mm Durchmesser, die sich von der Mitte
aus blaugrün färben. Diese Inseln vergrößern sich schnell, zeigen aber
stets einen schmalen weißen Rand wie auf der Kartoffel. Die Polster
sind kaum gewölbt und fest, dichtfilzig, ganzrandig. (Die Kulturen dieses
Pilzes waren durch diese Wuchsart, die fast in allen Nährlösungen auf
trat, wo überhaupt eine gute Entwickelung stattfand, auf den ersten
Blick zu unterscheiden.) Nach etwa 10 Tagen krümmen sich die Inseln,
zugleich greifen weiße Wucherungen von der hellgefärbten Unterseite
nach oben über und überwachsen das Grün zum großen Teil, so daß
bald nur würstchenartige dichte Körper auf der Lösung schwimmen.
Das Weiß der Unter- und Oberseite geht zugleich in ein Hellgelb bis
Gelb über. Die Flüssigkeit bleibt klar. Die alten Kulturen haben einen
eigentümlichen sauren, nicht unangenehmen Geruch. Das Wachstum
ist mittelstark.
Glycerin: Das Wachstum ist im Anfang etwas schwächer. Die
Farbe der Kultur ist dunkelgrün, die der Unterseite gelblich. Die Inseln
krümmen sich ähnlich wie in I und II, aber nicht so stark und voll
ständig.
Rohrzuckerlösung: Hier wächst der Pilz besser als in den bis
jetzt erwähnten Lösungen. Es treten wieder dunkelgrün-bläuliche Inseln
auf mit scharf weißem Rand, dichtfilzig. Sie sind oft etwas gewölbt.
KNO s und NaN0 2 : KN0 3 gibt mit beiden Zuckerarten nur
mäßige Kulturlösungen. Weißgraue Flocken bilden sich langsam und
färben sich hell bläulichgrün, ohne daß ein weißer Rand bleibt. Später
wird die Kultur dunkelgrün. Die Unterseite bleibt weißlich, die Flüssig
keit klar. NaN0 2 ist eine ungenügende Stickstoffquelle. In einer Woche
wächst zwar eine ganz dünne Schicht, aber dabei bleibt es auch. Es
kommt nur zu schwacher Konidienbildung ohne Grünfärbung.
In einer KNO s -Traubenzuckerlösung zeigten sich nach 3—4 Wochen
besonders stark gelb gefärbte Partieen der Unterseite. Es gelang, aus
der filzigen Decke zahlreiche feste, gelbe, glatte Körnchen (Sklerotien)
zu isolieren. Oft saßen mehrere zusammen, wie es bei anderen Arten
schon von Brefeld und Wehm er beobachtet und gezeichnet wurde.
Sie hatten kugelige bis längliche Form, die größten waren 0,5 mm lang.
Asparagin: In den beiden zuckerfreien Asparaginlösungen (mit
K 2 HP0 4 und KH 2 P0 4 ) zeigt sich nur ein schlechtes Wachstum, be
sonders bei K 2 HP0 4 . Die Lösung mit Rohrzucker dagegen ruft mittel-
kräftiges Wachstum hervor. Schon nach 4 Tagen tritt hellbläuliche
Färbung ein. Aus dem anfänglich staubartigen bis strahligen Mycel-
überzug entwickelt sich eine zusammenhängende Decke von der schon
geschilderten filzigen Art und der dunkelgrünen Färbung. Ebenso tritt
der schmale weiße Rand wieder auf. Die Unterseite ist weiß bis gelblich.
In Asparaginrohrzucker zeigte sich nach 7 Wochen eine oben weiß
liche, unten gelbliche Verdickung der Ränder. Es fanden sich hierin
Sklerotien. Auf Querschnitten zeigte sich ein breiter gelber Ring von
pseudoparenchymatisch verschlungenen Hyphen, in dessem Innern dunkel
grüne Hyphen und schwach elliptische Asken mit kräftiger Wandung
beobachtet wurden. Den Inhalt habe ich nicht näher untersucht.

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