Full text: Beiträge zur Kenntnis der αβ ungesättigten Ketone

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Oxydation des y pToluyhnetliyläthylketoxims 
durcli salpetrige Säure. 
Meth y 1 benziln i t roäthy Id i methylnitrimin. 
/ CH» 
CH» . Cg Hi. C = C . C . CH» 
! II 
NOs N v 
II > o 
0 = N ' 
Das y p Toluylmethyläthylketoxim wurde in der Wärme 
in soviel Eisessig gelöst, daß es beim Abkühlen desselben 
auf Zimmertemperatur in Lösung blieb. Hierzu setzte ich in 
der Kälte langsam 7» des gleichen Volumens einer konzen 
trierten, wässerigen Lösung von Natriumnitrit. Die Temperatur 
bei der unter Entwicklung roter Gase nun vor sich gehenden 
Reaktion durfte 15° nicht überschreiten. Es trat sogleich 
Gelbfärbung ein, die später in Braun umschlug. Bisweilen, 
doch nur in seltenen Fällen, habe ich auch im Anfänge der 
Reaktion eine sehr schöne, ausgesprochen grüne Färbung 
beobachtet. 
Nach längerem Stehen und häufigem Umschütteln erfolgte 
die Ausscheidung gelber Krystalle. Durch starkes Kühlen 
nach Beendigung der Reaktion, die etwa drei Stunden in 
Anspruch nahm, konnte deren Ausscheidung vermehrt werden. 
Diese Krystalle waren in Alkohol und Äther leicht löslich 
und durch Kälte daraus nicht wieder abzuscheiden. Sie wurden 
durch wiederholtes Auflösen in Aceton und Rückfällen mit 
Wasser, wobei sie in sehr schön krystallisierten Nadeln wieder 
ausfielen, gereinigt. Der Schmelzpunkt liegt bei 180°. 
Gegen Alkali waren sie sehr beständig. Beim Kochen 
mit Wasser und Säure trat völlige Zersetzung ein. 
Beim Erhitzen in einer Glasbombe unter Druck trat Spal 
tung ein, es bildete sich u. a. pToluylsäure. 
Zunächst erhitzte ich 2 gr der Substanz mit 20 gr H»0 
im Schießofen drei Stunden auf 110°. Es bildete sich eine 
braune, unangenehm penetrant riechende Schmiere, daneben 
im Wasser suspendiert einzelne weiße Krystallflocken. Diese 
mechanisch von den übrigen braunen Produkten zu trennen,
	        

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