Full text: Beiträge zur Kenntnis der αβ ungesättigten Ketone

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alkohol und ZnCls. Chlorzink allein zeigt ähnliche aber er 
heblich langsamere Wirkung: bei nachträglichen HCl Zusatz 
geht die Reaktion stürmisch vor sich, nimmt sogar explo 
sionsartigen Charakter an. Das Reaktionsprodukt enthält u. a. 
verschiedene isomere Polybutylene und daneben Chlorhydrate 
niederer i Polybutylene. Das Di- und Triisobutylen wurden 
durch Fraktionieren gereinigt und ihre Dichte in Anilindämpfen, 
bezüglich denen siedenden Schwefels bestimmt. 
Mallot und Gentil 17 18 ) glauben ebenfalls zu diesen Körpern 
durch Erhitzen von 100 Th Isobutylalkohol und 100 Th ZnCls 
und 4—5 Th Isobutylchlorid gelangt zu sein. 
Das Triisobutylen entsteht im Allgemeinen neben dem 
Diisobutylen. Ferner durch Rehandeln von Isobutylen mit 
H2SO4 18 ) oder aus Diisobutylen, Trimethylcarbinoljodid und 
Kalk beim Erhitzen auf cirka 100° 19 ). 
Dobbin 20 ) endlich gewann diese Polymerisationsprodukte 
durch Schütteln von tertiärem Butyljodid mit ZnO in der 
Kälte unter Ausschluß von HaO. 
Am leichtesten zur Polymerisation zu bringen ist endlich 
das Amylen. Bei 0° unter Einträgen einer mit dem halben 
Volumen Wasser verdünnten Schwefelsäure geht es in das 
bimere Diamylen über 21 ). Das Diamylen entsteht ferner aus 
Isoamylalkohol und P2O5 22 * ) oder ZnCls 28 ), aus Trimethyl- 
äthylen und ZnCE bei 100° 24 ), sowie durch Schütteln mit 
Schwefelsäure. 25 ) 
Kondakow 26 ) erhielt Diamylen durch Behandlung von 
Trimethylaethylen (Amylen) und tertiärem Amylchlorid mit 
HCl und ZnCla. Es entstand vorwiegend Diamylen, dieses 
indes in zwei isomeren Formen, da das Ausgangsprodukt stets 
geringe Beimengungen des isomeren as Methyläthyläthylen 
17 ) Ann. ch. (6) 19. 394. 
18 ) Butlerow. Ber. 6. 5(53. 
19 ) I.ermontow. Ann. 196. 19. 
so ) Soc. 37. 239. 
*') Ber. 157. 207. 
22 ) Cahours Ann. 30. 295. 
2S ) Balard Ann. 52. 316. 
24 ) Bauer. Jour. pr. Ch. 1861. 660. 
25 ) Bcrthelot. Ann. 128. 311. 
2 “) Kondakow. Journ. pr. Ch. 1896. (54). 454.
	        

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