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schied zwischen einfachen und zusammengesetzten Körbchen
zu machen. Die zusammengesetzten Infloreszenzen unterscheiden
sich im äusseren Bau wenig von den einfachen, nur finden wir
bei jenen, dass die Köpfchen zweiter Ordnung nicht einfache
Blüten tragen, sondern wieder Blütenböden, auf denen eine
einzelne, von Hüllblättern umgebene Blüte sitzt. Nach C. H.
Schultz-Bipontinus’ Abhandlung „Cassiniaceae uniflorae“ sind
152 Kompositenarten bekannt, deren Rezeptakulum nur eine
Blüte trägt. Aus diesem Grunde erklärt er den Namen Kom
positen für uffeutreffend und schlägt dafür „Cassiniaceen“ vor.
Von diesen Arten besitzen nicht alle ein zusammengesetztes
Köpfchen, bei manchen sind die einblütigen Körbchen weit von
einander getrennt. Die Gestatt der Blütenböden einfacher und
zusammengesetzter Köpfchen kann sehr variieren. Kegelförmig
ist der Blütenboden bei manchen Heliantheen, wie Ximenesia,
Obeliscaria, Rudbeckia, Echinacea, Sogalgina, Melampodium,
Lindheimera, bei Helenieen wie Lasthenia und Tagetes, bei
Anthemideen wie Matricaria und Lonas, bei Senecioneen wie
Doronicum, kugelförmig z. B. beiHelenium, Cephalophora,Echinops;
konvex ist die Oberfläche des Rezeptakulum bei Vertretern aller
Tribus, konkav hauptsächlich bei bestimmten Arten der Sene
cioneen, Cynareen und Cichorieen. Der Blütenboden ist bei der
grossen Mehrzahl der Kompositen mindestens bis zur Blütezeit
massiv, meistens kollabieren später die Zellen in der Mitte, und
es zerreist das Gewebe wie bei Senecioneen und Cichorieen;
bei Heliantheen, Anthemideen und Cynareen bleibt das Rezepta
kulum meistens bis zur völligen Reife der Früchte massiv.
Bei anderen Kompositen wie Bellis, Lasthenia und Matricaria
wird der Blütenboden schon lange vor der Blütezeit hohl.
Über die Anatomie des Blütenbodens habe ich folgende
Beobachtungen gemacht.
Epidermis. — Die Epidermis des Rezeptakulum bildet,
abgesehen von etwaigen Härchen und Spreublättern, keine ebene
Fläche, sondern sie ist an der Ansatzstelle der Blüten bald ein
gesenkt, bald etwas nach oben gewölbt. Der erste Fall ist bei
weitem der häufigste; bei der AAehrzahl der Kompositen finden
wir die Oberfläche des Blütenbodens an der Abbruchstelle der

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