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seiner Ansicht nach einige Kompositengattungen, die höhere,
mit echten Spreublättern versehene Blütenkörbchen tragen, auf
Vorfahren hin, deren Blütenstand vielleicht eine mit Brakteen
versehene Ähre war.
In dem erstem Teil der vorliegenden Abhandlung sind Be
obachtungen über die äussere Morphologie, den anatomischen
Bau, den Verlauf der Sekretgänge und die Spreublätter des
Blütenbodens zusammengestellt. Weiterhin versucht diese Arbeit
darüber Aufschluss zu geben, ob der Blütenboden der Kompo
siten hauptsächlich nur als mechanischer Träger der Blüten,
Spreublätter und Spreuborsten fungiert, oder ob er auch als
Behälter der Vorratsstoffe für die Ernährung der Blüten und
Früchte in Betracht kommt. Beobachtungen von Daniel, die
er in seinen Abhandlungen „Sur la presence de l’inuline dans
les capitules d’un certain nombre de Composees“ und „Recher-
ches anatomiques et physiologiques sur les bractees de l’involucre
des Composees -1 niedergelegt hat, und nach der er neben ein
gehenden Untersuchungen über Hüll- und Spreublätter auch den
Blütenboden behandelte, scheinen nämlich dargetan zu haben,
dass der Blütenboden mancher Kompositen als Reservestoff
speicher anzusehen ist. Wie weit diese Annahme bei den ver
schiedenen Kompositen ihre Bestätigung, findet, und ob sich im
Blütenboden der Kompositen auch andere Reservestoffe ausser
dem von Daniel nachgewiesenen Inulin vorfinden, darüber
mag der zweite Teil der Arbeit berichten.
Anatomischer Teil.
Äussere Morphologie. — Zur allgemeinen Orientierung
über den Blütenboden mögen zunächst folgende Punkte hervor
gehoben werden. Wir haben bei den Kompositen, bei deren
Gruppierung wir uns der Systematik von Hofmann (in Engler
und Prantl „Natürliche Pflanzenfamilien“) bedienen, einen Unter

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