Studien über das Rezeptakulum der Korbblütler sind bis
lang fast nur im Anschluss an eingehendere Untersuchungen
an den Kompositen überhaupt angestellt worden, sei es bei
solchen über die Entwicklung der Blüten, über die Hüll- und
Spreublätter oder über die Sekretgänge. Speziell mit der In
floreszenz der Kompositen hat sich de Lanessan beschäftigt,
der in seiner Mitteilung „Sur la disposition et la structure des
faisceaux fibrovasculaires dans le receptacle des Composees“
Angaben über den anatomischen Bau des Blütenbodens von
Bellis perennis macht, und Arthur Meyer, der in seiner
„Wissenschaftlichen Drogenkunde“ solche über das Körbchen
von Matricaria Chamomilla bringt. Ausserdem haben sich einige
Botaniker eingehender mit der Frage beschäftigt, ob das Körb
chen der Kompositen von der Ähre oder der Dolde abzuleiten
sei. Brown gibt in seinem Werk „Some observations on the
natural family of plants called Kompositae“ der ersten Erklärung
den Vorzug, indem er das Körbchen mit einer Ähre, deren Achse
verkürzt ist, vergleicht, hauptsächlich aus dem Grunde, weil bei
beiden das Aufblühen von aussen nach innen, bezw. von unten
nach oben fortschreitet, eine Erscheinung, die sich mit wenigen
Ausnahmen bei allen Kompositen nachweisen lässt. Bei zu
sammengesetzten Köpfchen wie bei Echinops, Lagascea, Caesulia
ist dagegen ebenso wie bei zusammengesetzten Ähren nach
Brown die Folge des Aufblühens umgekehrt. Der Ansicht Browns
gegenüber steht die Warmings („Die Blüte der Kompositen“)
der das Köpfchen von der Umbella abgeleitet sehen wissen will,
da das Körbchen sich abnorm als Umbella ausbilden, sich aber
wohl nie zu einer Ähre verlängern könne. Allerdings deuten

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