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nur auf dem ersten Stadium gefunden, und zwar in den hell
grün gefärbten Chromatophoren des Parenchymgewebes, die, wie
Längsschnitte zeigten, in allen Zellen enthalten sind, und in der
Stärkescheide der Leitbüridel. Es wurden Arten aller Tribus
untersucht, und bei allen wurde Stärke auf den frühesten Sta
dien der Entwicklung des Blütenbodens angetroffen. Es ist
kaum anzunehmen, dass in den untersuchten Fällen die Zellen
des Blütenbodens selbst assimilieren, da die Hüllblätter ein Ein
dringen des Lichtes in die Gewebe des Köpfchens meistens ver
hindern; es sei nur an die Blütenböden der Cynareen erinnert,
deren Hüllblätter, die dachziegelartig über einander gelagert sind»
das Köpfchen dicht umschliessen, sodass eine Assimilation der
Zellen des Blütenbodens bei dem Dämmerlicht, das in diesem
herrscht, kaum angenommen werden kann. Allerdings ist es
wohl nicht unmöglich, dass bei kleinen Köpfchen die Hüllblätter,
wo sie weniger stark entwickelt sind, das Licht durchlassen, so
dass das Gewebe des Blütenbodens direkt assimiliert. Es ist
in der Mehrzahl der Fälle wahrscheinlich, dass die Stärke nicht
direkt durch assimilatorische Tätigkeit der Chromatophoren ent
standen ist, sondern dass der in den Geweben der Hüllblätter
bereitete Zucker dem Blütenboden zuströmt und hier in Stärke
verwandelt wird. Für diese Annahme dürfte auch ein Versuch
sprechen, der von mir mit Köpfchen, die samt ihren Hüllblättern
verdunkelt wurden, angestellt wurde. Halb entwickelte Inflores
zenzen von Erigeron littoralis, Evax pygmaea, Cosmos bipinnatus,
Coreopsis tinctoria, Cephalophora aromatica, Anthemis Cotula,
Achillea grandifolia, Tanacetum vulgare, Artemisia Absinthium,
Moscharia pinnatifida und Lactuca perennis, die durch Stanniol
papier 4—5 Tage vollkommen vom Licht abgeschlossen wurden,
zeigten keine Spur von Stärke im Grundgewebe, während gleich
zeitig die unverdunkelten Blütenböden der genannten Pflanzen
diesen Reservestoff in reichlicher Menge aufzuweisen hatten.
Stärke war, wie schon vorher erwähnt, bei allen untersuchten
Kompositen im Blütenboden anzutreffen, also auch bei denen,
die Inulin enthielten. Es zeigte sich aber, dass sich Inulin und
Stärke zugleich in den Parenchymzellen des Rezeptakulum nur
vereinzelt vorfinden. Dass in diesen Inulin und Stärke gleich

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