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Leitbündelbau. — Die Leitbiindel des Blütenbodens
weisen bei den untersuchten Kompositen einen einheitlichen
Bau auf. Betrachten wir zunächst einen Schnitt eben unterhalb
des Blütenbodens, so finden wir hier die kollateralen Leitbiindel
— auf die bikollateralen einiger Cichorieen ist beider spezielleren
Betrachtung der Leitbiindel näher eingegangen — in einem
Kreise liegen, der von der Stärkescheide umgeben wird. Diese
war im allgemeinen bis zur halben Höhe des Blütenbodens
noch nachzuweisen, indem die in ihr enthaltenen Stärkekörner
sich mit Chloraljod blau färbten. An der Blütenansatzstelle
war bei keiner Komposite die Stärkescheide mehr sichtbar.
Innerhalb dieser liegt zunächst sklerenchymatisches Stützgewebe,
das ebenfalls nur in der unteren Hälfte des Rezeptakulum nach
zuweisen ist. Weiter nach innen vom Stützgewebe liegt der
Siebteil, das Kambium und der Holzteil, von denen Phloem und
Xylem noch an der Ansatzstelle aller Blüten angetroffen wird.
Der Bau der markständigen Leitbiindel wird bei Besprechung
der Cichorieen-Leitbündel näher erörtert werden.
Leitbündelverlauf. — Der Verlauf der Leitbündel im
Blütenboden der Kompositen weist ebenfalls einen einheitlichen
Typus auf. Will man ihn makroskopisch sichtbar machen, so
spaltet man am besten einen der Blüten beraubten, hohlen
Blütenboden von Matricaria Chamomilla, Bellis perennis oder
Lasthenia glabrata, deren Rezeptakulum kegelförmig ist, vertikal
und legt ihn in 40% Natronlauge, um ihn durchsichtig zu
machen. Dann erkennt man, dass sich die Leitbündel der
Blütenstandsachse bei der Abzweigungsstelle der Hüllblätter zu
einem Anastomosenring vereinigen. Phloem und Xylem nehmen
an der Anastomosen-Bildung in gleicher Weise teil. Von dem
erwähnten Ring zweigen sich die Leitbündel ab, von denen ein
Teil in die Hüllblätter, der andere in den Blütenboden geht.
Die Leitbündelstränge, die den Blütenboden durchziehen, weisen
eine ungleich starke Entwicklung auf. Die stärker ausgebildeten
Hauptstränge verlaufen weiter im Inneren des Blütenbodens,
während die weniger Elemente enthaltenden sich mehr an den
Wänden des Rezeptakulum ausbreiten. Es ist nun nie bei einer
Komposite beobachtet worden, dass diese Hauptstränge, von

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