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Sie stehen zum Teil neben Adjektiven, zum Teil aber er
scheinen sie auch ohne begleitendes Adjektiv. Es sind : gena,
giena, geana wieder, neben gen, gien die Verkürzungen für gegna
sind wie etwa genunga und gegnunga. geostra gestern, gieta,
geta neben giet, getTioch (afries. ieta, eta). singäla immer, tela,
teala gut, wohl (well) gehört zu dem Adjektiv til, gut, aus dem
die ags. und an. Präposition til entspringt, vergleiche got. gatilaba.
un-tela schlecht, übel. Zweifelhaft jedoch erscheint mir die Zu
gehörigkeit von geära ehemals und söna bald, zu dieser Gruppe,
fela viel, sehr, gehört wohl als Gen. oder Uat. zu dem accu-
sativischen filu der übrigen germanischen Dialekte. Ob das inde
klinable Indefinitum -hwega hierher gehört, ist nach Sievers, Gr.
§ 316 unbestimmt.
D. Adverbia die zu einem gleichen Adjektiv gehören.
§ 27,
Diese Adverbia unterscheiden sich garnicht von dem zu
gehörigen Adjektiv und sind daher nur aus ihrer syntaktischen
Beziehung als solche erkennbar.
Über ihre Bildung vgl. Schön »Die Bildung des Adjektivs.«
änwille hartnäckig, bllfe freundlich, ebene rein, vollständig,
diegle, deagol heimlich, eafe leicht, zu as. ödo angenehm, un-
eafe schwierig, for-eafe sehr leicht, ece ewig, ed-niwe, ed-neowe
(ne. anew) aufs neue, fiele aufrichtig, gewissenhaft, fea, feawe
Sw: (not) even a little. firn lange vorher, un-firn bald, un-gefirn
bald, (ge)firn lange vorher, for-neah beinahe, frecne gefährlich,
kühn, (ge)hende nahe, passend, hwön etwas (zum Pronominalst,
hwä-) lyfre elend, gemein, myrige angenehm, ntwe kürzlich, sehr,
ficce nahe, ‘dicht’, friste kühn, ‘dreist’, un-dlerne offenbar, klar,
un-gemäete überaus, un-vvierfe wertlos.
Als ganz isolierte Worte sind noch aedre frühe, zu as. ädro und
haedre ängstlich, besorgt, anzuführen.
E. Adverbiale Kasns.
§ 28.
Sehr viele der adjektivischen Adverbia sind auch als erstarrte
Kasusformen zu erkennen. Brugmann 1 ) führt als Symptome der
Erstarrung folgendes auf:
') vgl. Bd. 3, S. 541 ff.

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