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Der Abbau des Pinens mittels Ozons führt zu derselben
Säure — eine neue Stütze für die Baeyer-Wagner’sche
Formel.
Das Pinen liefert auffallender Weise kein normales Ozonid.
Sein Ozonadditionsprodukt lässt sich durch Äther in einen weissen
festen und einen gelben öligen Bestandteil trennen, die beide
die Zusammensetzung eines Perozonids zeigen. Vielleicht stehen
sie zu einander im Verhältnis der Stereoisomerie. Das feste
Ozonid verflüssigt sich nach 8 bis 10 Tagen ohne wesentliche
Änderung seiner Zusammensetzung und ist dann in Äther
löslich.
Das Pinenperozonid lässt sich selbst durch 20 stündiges
Kochen mit Wasser nicht quantitativ zersetzen. Im Reaktions
gemisch sind beträchtliche Mengen flüssiger aktiver Pinonsäure
enthalten. Bedeutend rascher kann man die Zersetzung durch
Kalilauge in der flitze bewirken und am einfachsten erhält man
die Pinonsäure durch Destillation des Pinenperozonids unter
stark vermindertem Druck. Alle drei Methoden liefern etwa
35—40% der theoretisch berechneten Menge.
Alkohole.
Als leichtest zugänglicher Vertreter der ungesättigten
hydroaromatischen Alkohole wurde das
Terpineol
(zb-Menthen 8. ol)
untersucht; es scheint als ob hier das Ozon zunächst Wasser-
abspaltend wirkte (— in der Flüssigkeit wurde wiederholt Aus
scheidung von Wassertröpfchen beobachtet —) um dann das
Diozonid eines Menthadiens zu bilden. Die Resultate der
Elementaranalyse sprechen für ein Gemisch der Körper CioHibOg
und CioHieOr.
Von den vier für erstere Formel in Frage kommenden
Verbindungen

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