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W. Mielck, Acanthometren von Neu-Pommern.
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Fig. 16. Zygacanthidium lanceolatum H.
Blätterbau. Zusammenhang der Polstacheln etwas
gelöst. Prisma-Zeichnung; Vergr. 400.
Über das Fehlen des Polraumes gilt hier dasselbe wie
für die vorhergehenden Spezies, doch findet man bedeutend
seltener Individuen, die deutlich den Rest eines solchen erkennen
lassen. Diese Spezies unterscheidet sich von der vorigen außer
durch die Langstreckung des Blätterbaues und die ihm darin
folgende Zentralkapsel durch die Verkürzung der Verbindungs
blätter zwischen Pol- und Tropenstacheln; und zwar ist diese
bedeutender an den beiden Polstacheln, die zu den kürzeren,
zweischneidigen Äquatorialstacheln gehören, so daß jeder Tropen
stachel zwei verschieden stark entwickelte Polblätter besitzt. Die
beiden zweischneidigen Äquatorialstacheln und die Tropenstacheln
übertreffen die Hauptstacheln häufig an Breite. Sehr große
Exemplare zeigen bisweilen eine starke Verdickung des distalen
Teiles der beiden Hauptstacheln, wie man sie bei Amphi-
lonche elongata J. M. findet. Sehr jugendliche Formen sind
bereits gut kenntlich und von denen der vorigen Spezies auf
den ersten Blick durch die Langstreckung ihres Blätterbaues zu
unterscheiden. Mit der Rückbildung der Blätterverbindung von
Pol- und Tropenstacheln bildet diese Form den Übergang zu
Z. rhombicum und lancettum.
Maße: Hauptstacheln lang 0,28—0,37 mm; breit 0,012
bis 0,02 mm. Nebenstacheln lang 0,26—0,35 mm; breit 0,012
bis 0,02 mm. Zentralkapsel-Durchm. 0,12—0,17 mm (11).
Vorkommen; 6. 22. VIII. X.
Bei Z. lancettum H. und Z. rhombicum H. vermißt man stets jeglichen Rest eines Polraumes.
Die Tropenblätter der Polstacheln und die entsprechenden Polblätter der Tropenstacheln, welche bereits
bei Z. lanceolatum bedeutend kleiner sind als bei Z. purpurascens und Z. blpenne sind so rudimentär,
daß man ihr Vorhandensein nur nach Trennung des Stachelzusammenhanges an den einzelnen Stacheln
eben noch nachweisen kann. Der durch diese Rückbildung wohl mangelhaft gewordenen Befestigung der
Polstacheln wird abgeholfen durch eine festere Verbindung der Polstacheln mit den Äquatorialstacheln. Die
Seiten der kleinen Basalpyramide nämlich, mit denen Pol- und Äquatorialstacheln aneinanderliegen, wachsen
ein beträchtliches Stück in die Länge, am Polstachel den Raum zwischen den beiden Rudimenten der
Tropenblätter ausfüllend, am Äquatorialstachel zwischen den Tropenblättern als eine Art 5. und 6. „Blatt“
einen breiten Höcker oder einen Sockel für den Polstachel bildend. Z. lancettum und rhombicum sind
von allen Acanthometren wohl die am stärksten abgeplatteten Formen, dadurch daß die Tropenkreise sehr
dicht aneinander gerückt sind und die entsprechenden Stacheln beider Tropenkreise einen sehr spitzen
Winkel miteinander bilden. Auch die Zentralkapsel folgt dieser Abplattung des Skelettes. Infolge der
Größe und Dicke der Blätter, welche Äquatorial- und Tropenstacheln miteinander verbinden, erweckt der
Blätterbau beider Arten einen sehr massigen Eindruck. Die Jugendformen sind in frühen Stadien schwer
zu unterscheiden, erst bei einer Länge der Hauptstacheln von etwa 0,12 mm macht sich die Trennung
in das langgestreckte, mehr kurzstachlige Z. rhombicum und das sternförmige, mehr langstachlige Z. lan
cettum bemerkbar.
4. Zygacanthidium lancettum FL Taf. III Fig. 6.
Amphilonche lancetta H. 87 S. 786.
Zygacanthidium lancettum Pop. 04 S. 80.
„ „ Pop. 06 S. 365—366, Fig. 40.
Diagnose: Zwei gegenständige Äquatorialstacheln (zuweilen alle vier) abgerundet kantig mit
stumpfen Kanten, sehr wenig komprimiert, der ganzen Länge nach gleich breit mit kurzer Spitze. Die

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