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W. Mielck, Acanthometren von Neu-Pommern.
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Die Hauptstacheln lassen hier wie bei den folgenden Spezies eine Kantigkeit gewöhnlich nur un
deutlich erkennen, so daß sie bei Polansicht stielrund erscheinen. Häufig zeigt diese Spezies (wie auch
Z. lancettum H.) die Neigung, einige Tropenstacheln abnorm stark auszubilden. Meist übertreffen dieselben
dann die Äquatorialstacheln an Breite, auch zuweilen an Länge, sehr selten werden sie ebenso dick wie
diese. In der Regel aber geschehen diese abnormen Bildungen auf Kosten des entsprechenden Stachels
des anderen Tropenkreises, der dann rudimentär erscheint. Die Zentralkapsel pflegt bei großen Exemplaren
eine sehr unregelmäßig viereckige bis vierzipfelige Gestalt anzunehmen, indem sie sich weit an zwei oder
drei Äquatorialstacheln entlang zieht. Jugendstadien besitzen nur etwa 6—10 Myoneme, ausgewachsene
Exemplare bis 25.
Maße: Hauptstacheln lang 0,2—0,27 mm; breit 0,01—0,015 mm. Nebenstacheln lang 0,18—0,25mm;
breit 0,008—0,013 mm. Zentralkapsel-Durchm. 0,12—0,2 mm (38).
Vorkommen: 6. 22. I. II. III. IV. VII. VIII. IX. X.
2. Zygacanthidium bipenne H. Taf. III Fig. 3 und 4.
Acanthostaurus bipennis H. 87 S. 769.
Zygacanthidium bipennis Pop. 04 S. 79.
Synonym: Zygacanthidium purpurascens var. 1. Pop. 06 S. 361, Taf. XVI Fig. 30—33.
Diagnose: Äquatorialstacheln abgerundet kantig mit stumpfen Kanten, sehr wenig komprimiert,
gleich breit in den proximalen zwei Dritteln, dann allmählich abnehmend nach der Spitze. Die übrigen
Stacheln kürzer als die Äquatorialstacheln, stark komprimiert, zweischneidig, stetig vom Blätterkreuz bis zur
Spitze schmäler werdend. Blätterkreuz nur etwa doppelt so breit wie der proximale Stachelteil. Kein oder
nur sehr kleiner Polraum vorhanden. Zentralkapsel klein, rundlich, ziemlich dunkel, bis 20 kleine Myoneme.
Dieser Form, die Popofsky 1906 nur als Varietät von Z. purpurascens auffaßt, muß ich in meinem
Gebiete mehr Selbständigkeit zusprechen. Einen Hauptunterschied zwischen beiden wird Popofsky über
sehen haben, nämlich das fast gänzliche Fehlen des Polraumes. Zwar kann dieser zuweilen eine gewisse
Größe erreichen, doch nie annähernd die gleiche wie bei Z. purpurascens. Außerdem besitzt diese Spezies,
wie auch Popofsky 1906 hervorhebt, konstant bei gleicher Stachellänge ein kleineres Blätterkreuz als
Z. purpurascens und außerdem schmalere Stacheln und eine bedeutend kleinere, mehr rundliche, nicht
ausgeprägt viereckige oder vierzipfelige Zentralkapsel. Die Anzahl der Formen, die man für Übergänge
zu Z. purpurascens ansehen könnte, ist sehr gering. Entwicklungsformen von Z. purpurascens und
Z. bipenne lassen sich bereits auf viel jüngeren Stadien unterscheiden als diejenigen von Zygacanthidium
rhombicum und lancettum. Das Vorkommen abnorm starker Ausbildung von Tropenstacheln konnte ich
bei dieser Spezies nicht beobachten. Die Anzahl der Myoneme steigt auch hier mit dem Heranwachsen des
Individuums.
Maße: Hauptstacheln lang 0,22—0,48 mm; breit 0,009—0,013 mm. Nebenstacheln lang 0,18 bis
0,47 mm; breit 0,007—0,013 mm. Zentralkapsel-Durchm. 0,08—0,14 mm (48).
Vorkommen: 6. 22. I. II. III. IV. VII. IX. X.
3. Zygacanthidium lanceolatum H. Taf. III Fig. 5, Taf. I Fig. 27; Textfigur 16.
Amphilonche lanceolata H. 87 S. 783, Taf. 132 Fig. 1.
Amphilonchidium lanceolatum Pop. 04 S. 115.
Zygacanthidium lanceolatum Pop. 06 S. 378, Fig. 37—39 u. 40.
Diagnose: Zwei gegenständige Äquatorialstacheln abgerundet kantig mit stumpfen Kanten, sehr
wenig komprimiert, der ganzen Länge nach gleich breit mit kurzer Spitze. Die übrigen Stacheln meist
etwas kürzer als die beiden Hauptstacheln, stark komprimiert, zweischneidig, allmählich vom Blätterkreuze
nach der Spitze zu schmäler werdend. Blätterbau in der Richtung der beiden Hauptstacheln in die Länge
gestreckt. Polraum fehlt. Verbindungsblätter der Pol- und Tropenstacheln sehr kurz. Zentralkapsel länglich,
ziemlich dunkel. Bis 30 kleine Myoneme.

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