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W. Mielck, Acanthometren von Neu-Pommern.
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Desgleichen hat Z. concreta Pop. in meinem Gebiete keinen Anspruch auf Selbständigkeit. Der
größte Teil der mit Popofskys Diagnose übereinstimmenden Formen mußte zu Acanthometron bifidum H.
gezogen werden, weil die geringe Kompression der Stacheln bei sonst völlig übereinstimmenden Verhält
nissen im Bau des Skelettes und besonders des Weichkörpers und seiner Teile keinen Artunterschied herbei
führen kann. Ein anderer Teil erwies sich wiederum als Jugendstadien von Acanthophracten, die an den
schmalen Seiten des Stachels je eine Apophyse ausbilden.
2. Stacheln mit Blätterkreuz über der pyramidalen Stachelbasis.
Über die Trennung von Phyllostaurus und Zygacanthidium.
Seinem System von 1904 folgend mußte Popofsky 1906 in der Erkenntnis, daß die Stacheln von
Phyllostaurus siculus H., Ph. brevispinus H. und Ph. ovatus J. M. nicht stielrund, sondern „durchgehend
komprimiert, sogar zweischneidig“ wären, eine Versetzung dieser Spezies in das mit komprimierten Stacheln
und Blätterkreuz versehene Genus Zygacanthidium vornehmen. Ferner sind Phyllostaurus aequatorialis H.
und Ph. conacanthus H. wohl mit Recht von ihm für Angehörige des Formenkreises Zygacanthidium
purpurascens H., außerdem Phyllostaurus crystallinus H. für eine zu Zygacanthidium rhombicum H. gehörige
Form erklärt und damit beseitigt worden. Auch Phyllostaurus conicus H. kassiert Popofsky (1906) und
glaubt ihn mit Zygacanthidium rhombicum H. identifizieren zu können, eine Ansicht, die ich nicht teilen
kann, denn ich habe in dem von mir untersuchten Material eine Form vorgefunden, die ich als Haeckels
Phyllostaurus conicus (vgl. S. 93) wiedererkennen muß. Diese Spezies steht aber in ihrem Bau in ganz
engem Zusammenhänge mit Phyllostaurus siculus H., so daß sie von diesem nicht getrennt werden darf.
Eine Art, die außerdem als zum Genus Phyllostaurus gehörig in Betracht kommen könnte, ist Haeckels
Acanthometron catervatum. Diese Spezies erklärt Popofsky 1906 jedoch für identisch mit Zygacanthidium
(Acanthonidium) echinoide CI. u. L. var. heterobolum Jörg. Von dem ganzen Genus Phyllostaurus, wie
es bei Popofsky 1904 vorliegt, bestehen also als selbständige Arten zu Recht nur Phyllostaurus siculus,
ovatus, conicus und schließlich der früher von Popofsky mit Zygacanthidium echinoide CI. u. L. var.
heterobolum Jörg, verwechselte (siehe Pop. 1906 S. 368 ff.) Ph. quadrifolius H., welcher nunmehr nur aus
dem Mittelmeere bekannt ist und von Popofsky, trotzdem er ihn im Mittelmeermaterial nicht fand, für
eine wohl gut charakterisierte Art des Genus Phyllostaurus gehalten wird. Nach der Versetzung der Spezies
Ph. siculus, ovatus und conicus in das Genus Zygacanthidium bestände aber das ganze Genus Phyllostaurus
nur noch aus dem einzigen, von mir übrigens auch nicht beobachteten Phyllostaurus quadrifolius H., und
zwar wäre der Grund für das Bestehenbleiben dieses Genus allein die zylindrischen Stacheln von Ph. qnadri-
folius. Da aber ein Unterschied zwischen zylindrischen und komprimierten Stacheln, wie vorn auseinander
gesetzt wurde, zur systematischen Einteilung nicht benutzt werden darf, so ist meiner Ansicht nach, selbst
wenn an dieser einzigen Spezies die Stacheln niemals komprimiert wären, eine Beseitigung des ursprüng
lichen Genus Phyllostaurus in seiner früheren Fassung vorzunehmen, besonders insofern als man die dazu
gehörigen Formen von dem Genus Acanthometron, mit welchem Phyllostaurus die Familie Acanthometridae
bildete (vgl. Tabelle S. 56), trennt; und das geschieht mit dem gleichen Rechte wie die Absonderung von
Ph. siculus, ovatus und conicus aus diesem Verbände vorgenommen ist, denn diese Formen besitzen eben
falls häufig genug Stacheln, die man für stielrund halten muß. Außerdem wird nach Vergleich der vor
handenen Abbildungen jeder sofort zugeben müssen, daß im Skelettbau ein ganz bedeutend engerer Zu
sammenhang besteht zwischen Ph. quadrifolius H. und Ph. siculus H. als zwischen Ph. quadrifolius und
z. B. Acanthometron bifidum.
Die Gruppe der Spezies Phyllostaurus siculus, ovatus und conicus, denen sich ferner die Formen
mit den in „divergierende Hörner“ verzweigten Stacheln (wie Zyganthidium amphitectum H.) anschließen,
ist jedoch als eine geschlossene zu betrachten gegenüber der Gruppe Zygacanthidium hemicompressum
Car, Z. purpurascens H., Z. bipenne H., Z. lanceolatum H., Z. lancettum H. und Z. rhombicum H. Das
Trennende beider Gruppen liegt in der abweichenden Architektur des zentralen Blätterbaues. Ich vermute,
daß Formen, welche zu untersuchen ich nicht Gelegenheit hatte, da sie in meinem Gebiete fehlen,
sowohl der soeben besprochene Phyllostaurus quadrifolius H. als auch Zygacanthidium echinoide CI. u. L.,
Z. pallidum CI. u. L. und andere bisher zum Genus Zygacanthidium gestellte Spezies sich durch dieselbe

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