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W. Mielck, Acanthometren von Neu-Pommern.
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Maße: Hauptstacheln lang 0,2—0,4 mm; breit 0,0085—0,013 mm. Nebenstacheln lang 0,2—0,3 mm;
breit 0,0045—0,006 mm. Zentralkapsel-Durchm. 0,12—0,18 mm (55).
Vorkommen: 6. 22. I. III. IV. VII. VIII. X.
10. Acanthochiasma decacanthum Pop.
Acanthochiasma decacantha Pop. 04 S. 53, Tat. IV Fig. 3 a—c.
Diagnose: Haupt- und Nebenstacheln ebenso gestaltet wie bei A. cruciatam H., die Hauptstacheln
jedoch im Verhältnis zu ihrer Länge beträchtlich dünner. Konstant 10 Stacheln, im Zentrum alle verwachsen.
Zentralkapsel groß, dunkel und undurchsichtig, abgeplattet kugelig oder kissenförmig. Bis 20 kleine Myoneme.
Diese Form läßt sich von dem nahe verwandten A. cruciatam H. nicht immer scharf sondern, da
Übergänge zwischen beiden Vorkommen. Im Verhalten der Stacheln am zentralen Kreuzungspunkte und im
Aussehen des Weichkörpers läßt sich kein Unterschied konstatieren. Die Extreme sind jedoch in der Ge
stalt des Skeletts so verschieden, daß eine Trennung beider Spezies nicht unberechtigt erscheint. Eine
Kapselmembran konnte hier in keinem Falle mit Gewißheit erkannt werden.
Maße: Hauptstacheln lang0,35—0,45 mm; breit 0,0055—0,008 mm. Nebenstacheln lang0,3—0,4 mm;
breit 0,002—0,003 mm. Zentralkapsel-Durchm. 0,14—0,2 mm (13).
Vorkommen: 6. 22. VII. VIII. X.
11. Acanthochiasma hertwigi Pop.
Acanthochiasma Hertwigi Pop. 04 S. 54, Taf. IV Fig. 5.
Diagnose: Die beiden Äquatorialstacheln länger und dicker als die übrigen 8 Diametralstacheln.
Hauptstacheln nach den distalen Enden zu allmählich verbreitert, etwas abgerundet kantig, dann in eine
kurze Spitze auslaufend, ähnlich gestaltet wie die Stacheln von A. planum Pop. Nebenstacheln sehr dünn
und elastisch, komprimiert. Stacheln zentral zum Teil verwachsen.
Diese seltene Spezies ist wohl sicher identisch mit Popofskys A. hertwigi, wenn auch bei den
mir vorliegenden Exemplaren eine Vierkantigkeit der Hauptstacheln, wie der Autor beschreibt und zeichnet,
an ihren distalen Enden kaum, an den Nebenstacheln überhaupt nicht erkennbar war. Die von mir
aufgefundenen 3 Individuen, alle mit 10 Stacheln, ließen deutlich das Müller’sche Gesetz erkennen. Kon
traktile Elemente, scheinbar kleine, zu Düten verwachsene Myoneme konnte ich nur an einem Exemplare
feststellen. Die Zentralkapsel war stets zerstört.
Eine dieser Spezies im übrigen ganz gleich gebildete Form, die jedoch nur einen (0,26 mm langen)
Äquatorialstachel als Hauptstachel ausgebildet hatte, wurde zweimal beobachtet.
Maße: Hauptstacheln lang 0,3—0,35 mm; breit distal 0,0033—0,0048 mm, zentral 0,002—0,0022 mm.
Nebenstacheln lang 0,2—0,3 mm; breit 0,001 mm und weniger (3).
Vorkommen: X.
B. Acanthometren mit Radialstacheln.
I. Gruppe: Zentralkapsel kugelig bis ellipsoid.
a) Staeheln mit Flügeln.
I. Genus: Acanthonia Pop.
Stacheln vierflügelig, ohne Blätterkreuz an der Stachelbasis.
Bildung von Litholophus-Stadien.
Das Genus Acanthonia erweitere ich um die beiden von Popofsky beschriebenen und als
Amphilonche variabilis und Amphilonche biformis zu dem Amphilonchen gestellten, Litholophus-Stadien
bildenden Spezies mit 2 Hauptstacheln, da sie sich sowohl dem Skelette als auch dem Weichkörper nach
an Acanthonia anschließen, mit den Amphilonchen dagegen nur die Ausbildung von Hauptstacheln gemein
haben, welche auch in ihrer Gestalt ein wenig von den Nebenstacheln abweichen. Ihre Stellung unter den
Amphilonchen ist ebensowenig berechtigt wie die von Zygacanthidium lanceolatum H. und ähnlichen mit
Wissensch. Meeresuntersuchungen. K- Kommission Abteilung Kiel. Bd. 10.
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