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W. MieIck, Acanthometren von Neu-Pommern.
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feinster Haare erscheint. Eine zentrale Anschwellung oder Einbiegung der Stacheln ist nicht beobachtet
worden. Das Müller’sehe Gesetz ließ sich hier nicht mit Sicherheit nachweisen, da die Stacheln durch
den Druck des Deckgläschens in eine Ebene zusammengepreßt werden. Man findet gewöhnlich nur die
Stacheln ohne den Weichkörper, dessen Vergänglichkeit vielleicht durch das Fehlen einer Kapselmembran
sich erklären läßt. Die Myoneme, welche nur selten beobachtet wurden, sind ebenfalls äußerst dünn und
fein, länglich, nur etwa zu zweien an jedem Halbstachel vorhanden. Viele Kerne waren in mehreren Fällen
deutlich zu erkennen.
Zu dieser Form gehören die von Popofsky 1906 S. 350, Tafel 15 Fig. 14 beschriebenen und ab
gebildeten Stachelbüschel.
Maße: Stacheln lang 0,7—1,9 mm; breit zirka 0,0005—0,0018 mm. Zentralkapsel-Durchm. 0,05
bis 0,08 mm (21). x )
Vorkommen: 6, 22, X. * 2 )
2. Acanthochiasma comatum n. spec. Tafel I Fig. 1.
Diagnose: Stacheln sehr dünn und elastisch, in den langen distalen Abschnitten haarförmig,
nicht komprimiert, in den kurzen proximalen Teilen doppelt so breit, stark komprimiert, zweischneidig.
Am zentralen Kreuzungspunkte der Stacheln verschmälern sich die komprimierten Teile zu einer kurzen
Einschnürung.
Jede Hälfte des Diametralstachels besitzt etwa die Form eines Stachels von Haeckels Zygacantha
compressa (Entwickelungsform von Phatnaspis lacunaria H.). In ihrer außerordentlich großen Elastizität
und Zartheit gleichen die Stacheln denen der vorigen Spezies. Beide gefundenen Individuen besaßen zehn
Diametralstacheln. Der Weichkörper fehlte in beiden Fällen.
Maße: Stacheln lang 1,6 mm, komprimierter Teil 0,2 mm; breit komprimierter Teil 0,0044 mm,
distaler Teil 0,002 mm (2).
Vorkommen: X.
3. Acanthichiasma krohni H.
Acanthochiasma krohnii H. 62 S. 403, Taf. XIX Fig. 7.
„ „ R. Hertwig 79, Taf. II Fig. 6.
„ „ H. 87 S. 739.
„ Pop. 04 S. 51.
„ „ Pop. 05 S. 49, Fig. 1.
„ „ Pop. 06 S. 349, Taf. 14 Fig. 1 u. 4.
Diagnose: Stacheln dünn, stielförmig, nicht komprimiert, elastisch, der ganzen Länge nach gleich
breit. Konstant 10 Diametralstacheln. Zentralkapsel klein, meist hell. Bis 10 Myoneme, bisweilen durch
„kontraktile Düten“ ersetzt.
Am zentralen Kreuzungspunkte lassen die Stacheln fast immer eine schwache Einbiegung oder eine
kurze, wohl abgesetzte Verdickung erkennen. Letztere ist bisweilen von einer leichten Einschnürung unter
brochen. (Siehe Pop. 06 Taf. 14, Fig. 4.) Der zentrale Teil der Stacheln kann also, wenn er nicht einfach,
wie der übrige Stachelteil bleibt, drei verschiedene Modifikationen zeigen, die dann aber bei allen Stacheln
desselben Individuums nur in der einen Form auftreten. Auch bei Acanthochiasma krohni H. kommen
zuweilen schwach komprimierte Stacheln vor. An intakten Individuen ließ sich stets die Stachelanordnung
nach dem Müller’schen Gesetze erkennen. Die Zentralkapsel ist durchweg klein und ziemlich hell, ihre
Gestalt nicht immer kugelig, sondern oft unregelmäßig, besonders wenn eine Kapselmembran vermißt wird.
Die Anzahl der Myoneme ist bei kleinen Individuen geringer (2—3) als bei erwachsenen (5—10). Die
0 Die Maßangaben beziehen sich, wenn nichts besonders hinzugefügt ist, auf ein etwa mittelgroßes und das größte ge
messene Exemplar der betreffenden Spezies. Um jedesmal für die Genauigkeit der Angabe einen Anhalt zu geben, ist die Anzahl
der gemessenen Individuen in Klammern hinzugefügt.
2 ) Vergl. das Register am Ende der Arbeit.

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