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trocknen 1 ) und in den Larven und Blattkäfern, welche auf
Pappeln und Weiden leben. 8 )
Auf rein chemischem Wege gelangte zuerst Piria, ein
Schüler von Dumas, zu derselben Verbindung. 3 ) Bei Wieder
holung eines Versuches von Döbereiner 4 ) in Jena, der durch
Oxydation von Saliciw mit Mangansuperoxyd und verdünnter
Schwefelsäure Ameisensäure, und Kohlensäure erhielt, ver
wandte er als oxydierendes Agens Kaliumbichromat und
Schwefelsäure und erhielt nun außer den beiden vorge
nannten Säuren den Salicylaldehyd, den er als Salicylwasser-
stoff bi zeichnete. Auf Grund seiner für die damalige Zeit
sehr genauen Analysen stellte er fest, daß der Körper die
empirische Zusammensetzung C 7 H 6 0 2 hat; überhaupt stammen
von ihm die ersten zuverlässigen Angaben über diesen Stoff,
dessen Identität mit dem von Pagenstecher und Löwig
dargestellten „Spiroylwasserstoff“ durch Ettling 5 ) im Jahre
1840 unzweifelhaft festgestellt wurde. Der Salicylaldehyd
bildet sich, wie Piria fand, auch aus seinem Alkohol, dem
Saligenin durch Oxydation und aus seinem Glucosid, dem
Uelicin, durch Einwirkung von Fermenten, Säuren und
Alkalien.
Es entsteht ferner bei der trockenen Destillation der
Chinasäure, 6 ) aus Dichlorkresol, 7 ) durch Ersatz des Chlors
durch Sauerstoff und aus o-Amido-benzaldehyd, 8 ) durch Ein
wirkung von salpetriger Säure.
Die weitaus wichtigste Bildungsweise, die heute fast
allein zur Darstellung des Salicylaldehyds angewendet wird
') Davy, Zeitschrift für Chemie, 1867 S. 734.
' 2 ) Liebig, Jahresbericht der Chemie, 1850 S. 583. Enz, Jahres
bericht der CJiemie, 1859 S. 312
8 ) Piria, Comptes rendues, VI. S. 620.
4 ) Döbereiner, Liebigs Annalen 3, S. 141.
5 ) Ettling, Liebigs Annalen 29, S. 309. Ettling, Liebigs Annalen
35, S. 241.
“) Wöhler, Liebigs Annalen 51 S. 146.
7 Wazzara, Berichte der deutschen Chemisch Ges 10, S. 12
*) Friedläuder, Berichte der chemischen Ges. 15, S. 2574.

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