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Kurz nach dem Erscheinen der Harri esschen Arbeit
Hat Kopp 1 ) gezeigt, daß noch ein Di-o-oxystilben existiert,
welches mit dem eben erwähnten Körper stereoisomer ist
und von Kopp als /9-Di-o-oystilben bezeichnet wurde, wonach
der Harriessche Körper als «Dio-o-oxystilben aufgefaßt
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werden muß. Das ^-Di-o-oxystilben 0H C a H 4 CH:CH C 6 H 4 .OH
entsteht nach Kopp beim Erhitzen des /J-Trithiosalicyl-
aldehyds. Bequemer und ausgiebiger ist seine Darstellung
aus dem gleichfalls von Kopp dargestellten Di-benzoyl-o-
dioxystilben durch Erwärmen mit Kalilauge und Fällen mit
. Salzsäure. Es ist wie das «-Derivat, in Alkohol und Aether
ziemlich leicht löslich, doch liegt sein Schmelzpunkt bei 197".
Daß hier eine stereochemische Isomerie vorliegt, fand
Kopp unter anderem dadurch bestätigt, daß beim Erwärmen
und bei der Destillation die /^-Modifikation zum Teil in die
niedriger schmelzende von H a r r i e s überging. Auch beim
Erhitzen im geschlossenen Rohre auf 280—300° wird die
/^-Modifikation teilweise in den «-Körper übergeführt. Die Um
lagerung der «-Modifikation in den /S-Körper dagegen ist
auf keine Weise geglückt, die erstere ist also die stabilere
Verbindung.
Da nur das o-Dioxystilben von Har ries mit Wasser
dämpfen flüchtig ist, sind die Isomeren auf diese Weise
leicht zu trennen.
Alle Versuche von Kopp, das einfache Stilben in
die isomere Verbindung umzuwandeln, waren erfolglos. Er
schloß daraus, das dieses in seiner Konstitution dem von
H a r r i e s gefundenen « o-Dioxystilben entspricht.
Kondensationen des Salicylaldehyds.
Von besonderem Interesse sind die Kondensations-
produkt&des Salicylaldehyds, und gerade in der neuesten Zeit
sind sie häufig Gegenstand chemischer Untersuchungen ge
wesen. Sie seien hier eingehend betrachtet, weil der experi
mentelle Teil der vorliegenden fl rbeit ebenfalls einen Beitrag
zur Kenntnis dieser Körper liefert.
') Kopp, Liebigs Annalen 277, S. 352.

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