Full text: Formelhafte Ausdrücke in Wolframs Parzival

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En. 9991 ; — Lanz. 7791 ; nu hoert disiu mtere Nib. 540, 1 ; 583, 2.) 
ir mugt wol hoeren Parz. 595, 2 ; ob ir nu gerne honet Parz. 562, 18 (ilaz 
mugit ir wol hören Alex. II ; — 4451 ; 5054 (person); nu mugid er hören 
mere Rolh. 364; ir mugt das hie wol hoeren Nib. 2092, 4 ; muget ir hären 
sagen Nib. 944, 1 ; 1644, 2 ; hie mügct ir hären gerne Nib. 1661, 2. — Er. 
396). hie mugt ir gröz wunder losen Parz. 58, 14 5 vgl. dövon mühte ich in 
wunder sagen Parz. 669, 3 (ich sage iu michel wunder Rol. 454° ; — Kehr. 
151; hie mugit ir wunder hören Alex. 5054 (person); ir muget wunder hoeren 
sagen Nib. 1,4; 1062,1 ; hie muget ir hären wunder Nib. 1873, 1 ; — En. 
939°; (nu) haeret wunder sagen Nib. 90,2; 354,4; 419, 1.) 
Nur einmal findet sich im Parz. die alte formel der predigt 
und der geistlichen dichtung 1 ) ■»verneint«., die in der älteren 
höfischen epik noch erhalten ist. 
verneint durch iwer giiete Parz. 402, I. (vgl. (nu) vernemet Gen. 10, I; 
12,25; Ex. 2907; J. Jud. 127,1 ; 139,19 ; Anno 598; Kehr. 10820 ; Alex. 
959; 1022 ; Kraus D. G. XI, 32 ; Rud. 20, 15 f.; Eilh. III, 38 ; Lanz. 403; 
5149; 5306; 6214 u. ö.; En. 823; 5241 ; 6558 u. ö., Er. 1941 ; 2086; 
7833)- 
Dagegen begegnet wiederholt der ausdruck als ir e hät 
vernomn 443,4; 586, 11 (ähnliche stellen bei Förster, 33); (vgl. 
Lanz. 6095; 7397; 8473 i 9269, Ln. 1858, 3276; 5315 ; Er. 3311, 
8662; 8753). 
Die zahlreichen Wendungen, in denen Wolfram das geistige 
äuge seiner zuhörer auf die gleichsam plastisch dargestellten er- 
eignisse hinlenkt (die belege bei Förster s. 31, nu seht u. s. w.) 
finden in der älteren dichtung wenig entsprechung, nur im Er. 
begegnet einige male (nü) seht 6815; 7526; 9725. 
Etwas modifiziert übernimmt Wolfr. wie seine höfischen 
Vorgänger den zuruf (nu) wizzet Parz. 112,16 (Rud. 20, 12; 
Lanz. 3231; 4593; Er. 2672; 4293; 5227), der in der älteren 
epik meist noch die wahrheitsbeteurung bei sich hat. nu sold ir 
wizen Kraus D. G. XI, 424; nu wizzet daz zeware J. Jud. 159, 28. 
Weitere belege Kraus zu D. G. XI,424. 
Um vertrauen zu der erzählung bittet der dichter mit der 
formel gelautet mir. 
(des) geloubct mir Parz. 257,26; 404,4; ge/ouhetz, ob ir wellet Parz. 
381,28; weit ir gelouben mirs Parz. 682, 17 (vgl. ob ir iz gelouben wellent 
*) Baumgarten, 78.
	        
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