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Der name eines helden wird durch ausdrückliche benennung
seitens der quelle beglaubigt: daz buoch nennet in sus Kehr. 720;
Rol. 8130; Kehr. 4984; 8587. Bei Wolfram: den nennet d’även-
tiure alsus Parz. 101, 30.
Eine persönlichere färbung haben Wendungen, in denen
der autor versichert, die erzählung der ereignisse selbst gehört
zu haben: also ich diu buoch höre zelcn Gen. 10, 3 ; so wir daz
buoch hören iehen J. Jud. 161, iof., — Kehr. 14034; als ih daz
büch horte sagen Alex. 1714; — Rol. 3489; 4851 ; so hören wir
thaz buoh sagen Rol. 8003 ; 6640. hoeren sagen hat Wolfr.
entsprechend dem Nib. und der älteren höfischen epik so wir
hoeren sagen Nib. 93, x; 371, 1 u. o. hocr ich jehen Lanz 5639;
(Er. 7299; 7893), hört ich sagen Lanz. 1541 ; 3198; 4135
Rud. 9, 9 f., 24, 10; nur ohne substantivisches objekt. sus
hoere ich sagen Parz. 40, 28; sus hört ich sagen 23, 2; 73, 9 u. ö.,
belege bei Förster a. a. o., hört ich sagen 357, 18; 628, 18 u. ö.
Ähnlich ganz vereinzelt in Gen. und Alex.: hört ich sagen Gen.
28, 12; höre wir sagen Alex. 1830.
Berührung ergibt sich auch bei der formel (sus) han ichz
vemo men.
so ich iz vernomen habe Ex. 2738; als wirfz) vernomen hän Kehr.
16168 ; Nib. 1637, 1 C. — Er. 2742. als ichfz) vernomen hän Alex. 2879;
Nib. 1447,2; Er. 1605 ; Parz. 281,15. (al)sus hän ichz vernomen Alex.
3701; Parz. 175,22; 432,12; 690,26. als ichz hän vernomen Alex. 5266.
Lanz. 642; 2354; 7144; En. 296; Parz. 383,27; 562,21. als ichz mccre
hän vernomn Parz. 183,15; 196,29; so ich die rede hän vernomen En.
253 I — 6929.
Wolframs unpersönliche wendung: ist mir gesagt 552,25;
806,23; 809,10; 1oart mir gesagt 97,11; 333,12 u. ö. zeigt an
klänge an als uns daz ist ge seit Nib. 416,1; daz ist uns sider gesell
Nib. 382,4.7'’«/ uns geseit Lanz. 3007; 7716.
Außer diesen auch in der älteren dichtung heimischen formein
verwendet Wolfr. im Parz. noch einige andere, die bei Förster
a. a. o. verzeichnet sind. Doch treten die selbständigen bildungen
weit hinter der menge der Wendungen zurück, die dem über
kommenen formelschatz entlehnt sind. Charakteristisch ist für
Wolfr. die Umformung des älteren buoch in äventiure (vgl. oben s. 59).
Größere mannigfaltigkeit und freiheit zeigt der Willehalm. (Die
belege bei Förster ebenda.)

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