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die feierliche beteurung an diesen stellen nur geeignet, dem wert
des ausdrucks in fällen, wo wichtiges erzählt und durch diese
wendung als wahr bezeichnet wird, abbruch zu tun.
Ja, noch mehr, eine ganze reihe dieser ausilrücke werden
sich bei der quellenmäßigen ableitung als altes erbgut erweisen.
Wolfr. hat auch hier wieder auf stilmittel der älteren dichtung
zurückgegriffen, die er allerdings in souveräner weise handhabt.
Für verschiedene werke der älteren dichtung sind die zahl
reichen hierhergehörigen formein bereits aufgezeigt worden, so
für die J. Jud. von Pirig s. 46 f., für die Ex. von Kossmann s. 68 ff.,
für Roth, von Wiegand s. 145 ff., für das Nib. von Radke s.
45 ff., für die Gudr. von Panzer H. G. s. 85 ff., außerdem einiges
in anmerk, von Kraus zu den D. G. und Kinzel zum Alex. Auch
das ältere höfische epos hat diese eigentümlichkeit des geistlichen
und volksepos treu bewahrt, namentlich der Lanz., weniger der
Er., wie es die Sammlungen von Schütze s. 3 ff., von Behaghel
s. CXXXIV ff. und Roetteken s. 195 ff. dartun. Im allgemeinen
ist noch zu verweisen auf Kettners Ö. N. s. 37 f. und 39.
Quellenberuf ungen.
Ausführlich legt VVolfr. an verschiedenen stellen des Parz.
seine beziehungen zu den quellen dar und preist als seinen ge-
währsmann Kyot gegenüber Chrestiens 1 ). Von diesen umfang
reicheren quellenbetrachtungen ist hier abgesehen ; uns gehen
nur die kurzen quellenberufungen formelhaften Charakters an.
Sie sind schon fast vollständing von Förster s. 27 ff. zusammen
gestellt worden; nachzutragen ist nur als ichz vernomen hän
281, 15. Ich führe daher nur diejenigen Wendungen hier an,
die dem traditionellen formelschatz angehören. Für die ältere
dichtung vgl. Kossmann s. 72 b, Pirig 45 b, Wiegand 146 b,
Radke 45 f., Kraus zu I). G. I, 85, Schütze 3 b, Behaghel CXXXIV,
Roetteken 204. Die quellenberufungen sind in der älteren epik
außerordentlich häufig, allein die Kehr, zählt über 80 für unsere
Vergleichung in betracht kommende stellen.
') Die stellen bei Förster s. 27.

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