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Man nimmt »urloup«, um sich zurückzuziehen.
I : st ttam urloup 1 ') 34, 14. 5 : der nam släfes urloup Ig1, 17. Nach
einem fest: Gäwän unt die gesellen sin . . . nämen urloup 73°. 2 3 ff.
Man geht zur ruhe. (Schultz I, 436).
I : diu wirtin fuor an ir gemacK i ) 35, 5- 14 : daz folc fuor gar an
sin gemach 702, 10. 6: die ritter bat do Parziväl wider varn an ir gemach
243.4 f. — 99,29. Etwas modifiziert in 13: db fuor och al der frouwen
schar da si gemaches nämen war 64.1, 2 5 f. Die ältere dichtung hat anstatt
»,gemacht therberget, das bei Wolfr. in dieser Verbindung schon selten ge
worden ist. 8 ) diu chunigin vuor ze herbergen Kehr. 9848. Dieterich der here
vor zb den herbergen Roth. 1291 f. — 2753 t. die voren zo den herbergen
Roth. 1900. Eneas ze herbergen he do reit En. 12659- — 12981 u. ö. db
man ze herberge kam Er. 2477.
Etwas kürzer ist -»släfen varnt. 7 : Artus fuor släfen db 279, 27.
13 : lat ditz volc släfen varn . . . Lischoys tmt Flbrant fuoren släfen al zehant
640, 25. 641, 21 f. — vgl. wir wellen varn släfen Nib. 1757. 2 -
Ohne entsprechung in früheren epen bleiben 6 : Parziväl sich leite
nider 244, 26. 11 : Gäwän sich leite släfen nider 582, 30.
Die bei der Schilderung von mahlzeiten von Wolfr. ange
wandten formein erweisen sich nach den vorstehenden belegen
meist als unabhängig von der älteren dichtung. Einige wenige
ausdriieke haben zwar Vorbilder in der geistlichen und volksepik,
so die reimformel saz : az, händewaschen, »genuoc« geben; andere
sind dem Nib. und dem älteren höfischen epos verwandt, wie
»eszen bereit«, »schenken«, -»släfen varn«.; die mehrzahl der
formelhaften Wendungen, und zwar grade die besonders charak
teristisch ausgeprägten und wörtlich wiederkehrenden, wie »mit
zuht« dienen, »splse sntden«, »mit freuden ezzent, sind aber Wolframs
persönliches efgentum. Der dichter zeigt sich hier selbständiger
als in den empfangs- und abschiedsscenen. Es ist allerdings zu
berücksichtigen, daß die ältere epik für die Schilderungen von
') In ähnlicher Situation Herzeloyde : si nam urloup 89, 2.
*) vgl. dazu guot gemach schaffen oben s. 13 f.
8 ) Nach einem empfang: ze herbergen maneger reit 731, 7.

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