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p a l a s.
Zum empfang und zu festen geht man in den fa/as (vgl. oben s. 15)
oder üf den palas 51,26; 393, 26; 630,3; zem palas 147,27; feste und
empfange finden statt üf dem palas 154,6; 397, 13 5 4 22 > 9 5 627,20; dann
werden »krönen« gehängt üf dem palas 638, 11 und teppiche ausgebreitet
627, 23. Ritter und damen befinden sich üf dem palas 69, 22 ;') 357, 29 ;
541, 21 ; 553, 13; 555, 13 5 in dem palas 807, 11 ; schauen herunter von dem
palas 387,20. vor dem palas steigt man ab 23,15 und wird empfangen
794, 8. Man reitet üf den hof für den palas 147, 13 ; 43 2 , 9 j zc hove üf den
palas 45, 19. Feinde liegen vor der porte gein dem palas 32, 12 ; 182, 11.
Wie das gebäude so sind auch die mit dem worte gebildeten
ausdrücke höfischer natur und tauchen erst ganz vereinzelt in der
älteren epik auf (üf das palas Kehr. 6131; 14266; Rol. 726g;
üf ein palas Alex. 3900; üf ein sr/ione palas Roth. 1130).
Bei den formelhaften Ortsangaben sehen wir W. sich ziemlich
frei bewegen; von den angeführten bezeichnungen hat er drei
— ort, plan, anger — nicht mit der älteren dichtung gemein,
für hüs bot nur die ältere höfische poesie ähnliches; stat und
laut waren ohne weiteres gegeben.
Verschiedentlich bringt W. durch ein zugesetztes epitheton
ornans mehr leben in eine formelhafte wendung; so ist der plan
bluomen v(innen 691, 16; bluomin 386, 29; gehen 504, 8; das gras:
touwec grüen 775, 13; das velt:griien 64, 25 oder ein bluomcn velt
309, 13; vgl. dazu noch die belege bei anger s. 93. Auch diese
beiworte sind aber schon typisch geworden (griien erscheint außer
dem schon in der Gen.: an das cras gruonc 60, 2 und im Lanz.:
an das giiiene gras 5478).
Formelhafte Ortsangaben der älteren dichtung, die Wolfr.
schon fremd geworden sind, wären kaum zu nennen.
IX. Formelhafte Zeitangaben.
Als grundlage alles geschehcns kommt neben dem Schauplatz
die zeit der handlung in betracht. Sie erfährt im Parz. die ge-
*) Mit G gegen D und Lachmann ; ab, das ganz singulär ist.

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