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nung der allitteration durchgehend verwendet, als allgemeines stilmittel.
In derselben weise wie für die Cambridger handschrift können wir für
die Carmina Burana behaupten, dass kein lied völlig frei von allittera
tion ist. Spuren dieser technik bieten selbst lieder wie nr. 121 s. 195:
I vcris dulcis in tempore florenti stat sub arbore Juliana cum
sorore dulcis amor, qui te caret hoc tempore fit vilior; II ecce
florescunt arbores lascive canunt volucres inde tepescunt vir gutes;
III . . . et virginum dant agmina summo deorum carmina. Aller
dings treffen wir in vielen liedern nur verhältnismässig schwache an-
sätze zur allitteration, nämlich in nr. 53 s. 146, 91 s. 50, 192 s. 73, 186
s. 72, 201 s. 79, 31 s. 115, 37 s. 124, 45 s. 135, 47 s. 136, 54 s. 147, 59
s. 150, 79 s. 166, 82 s. 168, 92 s. 173, 146 s. 216, 174 s. 233, 175 s. 235,
178 s. 238, 190 s. 250, 195 s. 253; ferner in den meisten stücken von
202 p. 80 und 203 p. 95; einige gedichte zeigen bald schwächere, bald
stärkere allitteration, wie 35 s. 119, 36 s. 121, 40 s. 129.
Diese lieder sind zum grössten teil deutsche lieder und solche,
für die deutsche herkunft ziemlich sicher ist. Dass aber bei allen allit
teration beabsichtigt ist, kann nicht zweifelhaft sein: ich greife zum
beweise einige fälle heraus: nr. 201 s. 79 I pange, vox Adonis, nobi-
lem praelatum de solio, qui gaudet in donis et caret vitiorum lolio :
est jocundus laetus et affabilis in promisso stabilis, providus, pru-
dens, honorabilis; II 5 . . et post primum non datur deterius verum
loquor venus . . .; V 1 maior mea laude; YI 5 . . fertilcm Alsatiam
ibi finem faciam; oder nr. 146 s. 216 I ich was ein chint so wol-
getan, virgo dum florebam do priste mich diu werlt al Omnibus
placebam; II jä wolde ich an die wisen gan flores adunare, do
ivolde mich ein ungetan ibi deflorare; oder nr. 186 s. 72 alte clamat
JEpicurus: venter satur est securus venter deus mens erit, talem
deum gula quaerit, cuius templitm est coquina in qua redolent
divina; oder 174 p. 233 III terminum nullum teneat nostra conaio,
bibat funditus confisa Decio, nam ferre scimus eum fortunae
clipeum. Wir haben hier einige der schwächsten fälle von allitteration
herausgehoben, um zu zeigen, wie verbreitet diese technik war; neben
diesen ca. 25 selbständigen und ca. 45 dramenliedern steht nun aber
die übrige masse der gedichte unserer handschrift, bei denen in auf
fälligerer weise alliteration sich zeigt.
Im Vordergründe stehen hier allerdings die französischen oder über
haupt die ausländischen producte: z. B. die in der handschrift von
St. Omer gedruckten, nr. 67 s. 37 I ecce torpet probitas, virtus sepe-
litur, fit iam parca largitas, parcitas largitur. verum dicit fal-
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