Full text: Deutsche Vagantenlieder in den Carmina Burana

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non modicum 
paras hnie praemium, 
quem tollere 
tua vult gratia, 
et petere 
rotae sublimia, 
dans dubia 
tau dem praepostere; 
worauf der abgesang folgt: 
de st ercore 
de rhetore 
consulem eligens 1 . 
Auch Eragm. Bur. tf. IYc könnte als dreiteilig angesehen werden. 
In 17 resp. 18 liedern begegnen uns also verschiedene formen des 
dreiteiligen strophenbaus, von der einfachsten etwa in 36 s. 121 I=IV 
oder III bis zur kunstvollsten in 75 s. 45 oder 118 s. 193. Von diesen 
nur selbständigen^ gedichten sind 7 ernster, 10 heiterer gattung; 
innerhalb dieser 17 linden wir jede specialgattung der mittellateinischen 
lyrik vertreten: die betrachtende geistliche dichtung in 11 s. 8 und 75 
s. 45, die satirische richtung in 15 s. 12 und 86 s. 49, die kreuzzugs- 
poesie in 24 s. 27, die weltlich-ernste dichtung in 201 s. 79 und 85 
s. 47. Die heiteren sind sämtlich liebeslieder, meist mit frühlings- 
schilderung. 
Aus diesen tatsachen heraus müssen wir doch erklären, dass die 
methode des dreiteiligen strophenbaus der lateinischen kunst des 12. 
und 13. Jahrhunderts nicht ‘fremd’ war, wie es Ehrismann 2 von der 
1) In dem quantitierend gemessenen stück 44 s. 134 IV lautet der aufgesang: 
quod mihi datier, 
expaveo, 
quodque negatur, 
hoc aveu, 
mente severa. 
quae mihi cedit, 
hcmc eaveo, 
quae non oboedit, 
huic faveo, 
sumque revera, 
der abgesang f dix seu peream, 
seu relever per eam. 
2) Zeitsohr. 36, 401.
	        

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