Full text: Deutsche Vagantenlieder in den Carmina Burana

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Nr. 158 s. 223 III 1 liest Patzig maeret cor, quod te gaudebat; 
"VT 2 ist vellitur wol besser als vehitur; YIII 1—2 klingt Patzigs con- 
jectur ganz annehmbar: tibi soli psallo soli, despicere psallentem noli. 
Nr. 159 s. 224 ist bei Wright (Early Myst. s. 117) gedruckt: da 
nach ist Schmellers text zu bessern; str. I muss lauten: vacillantis 
trutinae libramine mens suspensa fluchiat et aestuat in tumultus 
anxios, dum se vertit et bipertit motus in contrarios; str. II me 
vacare Studio vult ratio, sed iam (P.) amor alteram vult operam: 
in diversa rapior; ratione cum Dione dimicante crucior; darauf folgt 
als refrain des ganzen liedes o langueo, causam languoris video, videns 
et prudens pereo! Die folgenden beiden (gleichen) Strophen stehen bei 
Wright in umgekehrter folge: jede ist statthaft; in Schm. II (=WrightlV) 
ist zu ändern: 3 et dubius für aut dubius; 6 ist zu teilen delicias 
venerias; Schm. III (=Wright III) lautet richtig so: sicut in arbore 
frons tremula, navicula levis in aequore, dum caret anchorae sid)- 
sülio, contrario flatu concussa fluitat, sic agitat, sic turbine solli- 
citat me dubio hinc amor, inde ratio. Darauf folgt bei Wright noch 
eine Strophe ohne entsprechung 1 . 
Nr. 160 s. 224 III 2 ist wol verbis zu streichen. 
Nr. 161 s. 225 10/11 ist von W. Meyer a. a. o. s. 294 richtig ge 
stellt worden: sentio Veneris officio turbari. 
Nr. 162 s. 225 ist von Wilh. Meyer auch unter den Fragmenta 
Burana gefunden, doch um 2 Strophen reicher 1 2 ; danach ist wol in I 3 
an habes remedium für nec habent remedium einzusetzen. 5 hält 
W. Meyer die lesart des fragm. quia praedilecta dirum evocat exicium 
für die richtigere. 
Nr. 167 s. 229 I 10 ändert Schmeller nach Du Meril 3 ut quod in 
dum quod; Patzig schlug das richtige vor: quod ut; in III 3 ist mit 
Patzig und Peiper ut zu streichen. 
Nr. 168 s. 230 IN 3 setzt Patzig tuos für eins ein und hält in 
N und XI das handschriftliche cum gegen Schmellers dum. 
Nr. 173 s. 232 ist verschiedentlich überliefert: II 3 möchte ich 
lesen talis sed cöniundio; YII 6 ist wol mit Du Moril 4 murmure für 
munere zu lesen, da der reim u in der zweiten silbe verlangt; XI 4 
ist sed zu tilgen, wie Peiper (s. 59) tut; XI 7—9 ist die erste hälfte der 
folgenden Strophe: das lied ist hier fragmentarisch überliefert. 
1) Somit ist der Vorschlag Wustmanns (s. 331/2) hinfällig. 
2) Fragmenta Burana s. 22 — 24 (tafel I). 
3) Poesies populaires latines du mögen age 1847 s. 237. 
4) Poesies inedites du mögen age (Paris 1854) s. 304 fg.
	        

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