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setzen möchte; auch 7/10 ist mit Dreves gegen Schmeller und Peiper
zu lesen narn si turpissimi voti consilio vis scelus imprimi facto
nefario; II4 ist bei Schmeller-Peiper zu ändern corruit in ocddit, was
Dreves hat; III1 hat Dreves factum dimidium: es ist wol nach Horaz,
Ep. 12 v. 40 zu lesen facti dimidium; 5 hat Dreves non, Schmeller
ändert das handschriftliche ne, das Peiper hält, in nec: vielleicht ist
dies das richtige; 12 hat Schmeller-Peiper richtig incuria gegen Dreves
in curia; IV 3fg. ist mit Dreves zu ändern in dat hoc andpitem metam
in bravium, iste quod tribuit dictat stabilitas; 9 hat Dreves nam
für cum (Schm.-P.), beides ist möglich; V 1 hat Dreves fälschlich mutet
für mutat; im folgenden liest Dreves assumit ideo formas integritas,
vultum Constantia conservans intimtim, alpha prindpia et o
novissimum, flectens fit media dans finem Optimum, mutans in
varia caelum et animum; das ist so sicher nicht richtig; ich halte
Peipers formulierung für die beste: assumit ideo formas incognitas,
vultu Constantia conservans intimum, alpha prindpia et o novis
simum flectens fit media, dat finem Optimum mutans in varia
caelum, non animum.
Nr. 77 s. 47 III5 ist wol verderbt: der tactwechsel rex sedet ist
hart; die zeile hat nicht den erwarteten reim -imus; ich schlage vor
sedet rex altissimus.
Nr. 85 s. 47 II 8/10 hat die handschrift flebili iadurae tanti
gemit exitus mortis solvit iure; Schmellers änderung ist nicht an
nehmbar: einmal geschieht der Überlieferung zuviel gewalt und ferner
wird die Zeilengleichheit dieses höchst correcten liedes angetastet; ich
schlage vor flebili iadurae tanti gemit exitus morti solvens iure,
so dass der sinn wäre: „durch dessen tod jämmerlichem Verluste preis
gegeben, das heer den Untergang eines so gewaltigen beklagt, indem
es dem tode nach gebühr bezahlt“ (d. h. die dem tode rechtlich zu
kommende schuld); V 8/10 lautet die Überlieferung opum abundantia
hoc casu dativo, duces amicitia, pauper ablativo: Schmeller änderte,
weil die attribute umgekehrt besser zu passen scheinen; dadurch ent
steht aber der eirfzige hiatus und einzige Silbenzusatz im liede. Ich
halte deshalb am überlieferten fest; VI hat 2 zeilen zu wenig, da es
str. III entsprochen haben wird 1 .
Nr. 86 s. 49 15 lässt sich mit Peiper (s. 156) 1 2 das handschriftliche
eiectus wol halten.
1) Vgl. W. Meyer, Ges. abhdl. I s. 330.
2) und Docen in Aretins Beiträgen 9. bd. 1807 s. 1309.

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