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Silbenzusatzes im lied, auch ist der sinn schwach; ich lese daher ni
fugando fugiam Dalidam Samsonis: vgl. nr. 38 s. 125 YII schlusszeile
dum fugitur, fugatur.
Nr. 12 s. 10 ist auch bei Dreves s. 142 abgedruckt, doch sind dort
I 7—10 und II 7—10 gegeneinander vertauscht, m. e. fälschlich, da die
folge II 7—10 mit der erwähnung des sacerdotium und pontificmm
durchaus zu dem erwähnten officium der zeile II 6 stimmt. Wir haben
also bei Schmeller das richtige.
Nr. 15 s. 12 ist bei Dreves s. 139 abgedruckt; doch hat das ge
dieht dort 6 Strophen und zwar noch je eine mehr von jeder form des
Schmellerschen liedes, so dass wir bei Dreves eine reine sequenz vor
uns haben; str. II 9fg. ist nach Dr. zu ändern in memor iuste iudica,
praediccms non claudica; die letzte zeile könnte auch nach Schmeller
lauten iudicans nil claudica 1 ; das von Schmeller III 1 in maius ge
änderte hsl. magis wird durch Dreves gestützt; III 5 ist mit Dr. zu
lesen qui lac et lanam eruis, ferner 9fg. te districte tune contei-at
ut raptorem.
Nr. 17 s. 14 15 — 0 lautet bei Schmeller custodes sunt raptores
et lupi praedatores, für das hsl. custodes sunt raptores atque lupi
raptores; Wustmann setzt mit recht dafür ein: custodes sunt raptores
atque lupi pastores; ebenso liest W. in III 6 richtig sic offer sacra-
mentum. Die änderungen Schmellers IV 12 und V 6 sind bei der
schlechten fassung, die das lied überhaupt zeigt, vielleicht unnötig.
Nr.18s.17 ist sowol bei Flacius 1 2 als bei DuMeril 3 und Wright 4
überliefert. Der von Schmeller gegebene text erregt keinen anstoss.
Wustmann setzt XVIII 5 securi statt nudati ein, was der Überlieferung
besser gerecht wird und vielleicht vorzuziehen ist; in XV 4 ist doch
wol lata cute mit der hs. zu halten.
Nr. 19 s. 19 ist betreffs der Überlieferung von Schreiber 5 be
sprochen; II 3 setzt Sehr, nach Wright definit statt profluit; IV 1 ändert
er nach Wright Roma caput mundi est in Roma mundi caput est;
VI 7 streicht Schreiber ibi, was schon Peiper 6 getan hatte; VIII8 liest
Schreiber et eadem metis; ich halte Schmellers lesart für richtiger;
1) W. Meyer, Ges. abhdl. I s. 289 hält fälschlich an der Schmellerschen lesart
iudica nil claudica fest.
2) De eorrupto ecclesiae statu 1557,
3) Poesies populaires latines, Paris 1843, s. 231.
4) Latin poems commonly attributed to Walther Mapes, London 1841, s. 36.
5) Die vagantenstrophe, Strassburg 1894, s. 23fg.
6) Gaudeamus, Leipzig 1879, s. 152.

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