Full text: Beiträge zur Kenntnis des brasilianischen Berylls

des brasilianischen Berylls. 
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•welche durch ihre wechselnde Form die kristallographische 
Verschiedenheit der Flächen beider Prismen sehr gut erkennen 
lassen. Es befinden sich hierunter Kristalle, die nach Größe, 
Klarheit, Flächenreichtum und schöner Ausbildung den Vergleich 
mit allen andern Vorkommen aushalten, zum Teil geradezu 
ideal regelmäßig ausgebildet sind.“ 
Es sollen nun in einem ersten Teile nach einer Gesamt 
übersicht der von mir nachgewiesenen Flächen die beiden 
Haupttypen beschrieben und teilweise durch Zeichnungen er 
läutert werden; zugleich werden bei den betreffenden Kristallen 
die Prärosionsflächen behandelt. Im Anschluß an den ersten 
Haupttypus wird eine Zusammenstellung der Winkelwerte 
folgen. 
Im zweiten Teile werde ich nach einer kurzen Angabe 
dessen, was über Ätzfiguren an Beryll überhaupt bis jetzt 
schon geschrieben ist, meine Beobachtungen über Ätzfiguren 
an brasilianischem Beryll mitteilen. 
Zum Schluß sollen in einem dritten Teil die optischen 
Eigenschaften des brasilianischen Berylls durch Angabe der 
Brechungsexponenten sowie des Verhaltens im polarisierten 
Licht und vor der dichroskopischen Lupe charakterisiert werden. 
Erster Hauptteil. 
Kristallographische Untersuchungen. 
In dem mir zur Verfügung stehenden Material sind zwei 
Haupttypen zu unterscheiden. Der erste zeigt einseitig aus 
gebildete Kristalle, die als Endbegrenzung stets die Basis 
haben und mit dem anderen Ende aufgewachsen waren. Die 
Kristalle sind von prismatischem Habitus und von ebenen, 
allerdings vielfach geätzten Flächen begrenzt. 
Ganz anders der zweite Haupttypus; man könnte meinen, 
Scherben und Bruchstücke vor sich zu haben; es sind aber 
Kristalle, jedoch solche, die statt ebener Flächen krumme, 
oft konkave Begrenzungselemente besitzen. Schwer läßt sich 
(an beiden Enden) die Basis feststellen. Im übrigen kann 
kaum eine andere Fläche identifiziert werden. Die Prismen 
zone wird von gerundeten Flächen gebildet. An wenigen 
Stücken ist noch ein Teil des Prismas, und dieser stark geätzt,
	        

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