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H. Kohlmann, Beiträge zur Kenntnis
ist zu beobachten, daß der außerordentliche Strahl stärker
absorbiert wird als der ordentliche (Hintze). Bei gefärbten
Kristallen, und zwar ebenso bei grünen Smaragden wie blauen
Aquamarinen, erscheint das Bild des außerordentlichen Strahles
bläulich, das des ordentlichen grün.“ Hierzu gehört bei
Hintze folgende Fußnote: „Freiherr Manfred v. Seherr-Thoss
machte mich zuerst auf die Verwechslung in der Angabe
Tschermak’s (Min. 1888. p. 193; 1894. p. 196) aufmerksam. H.“
Brauns (1. c.) fand bei der Untersuchung mit der dichro-
skopischen Lupe an 4 Kristallen folgendes (die Nummern be
ziehen sich auf die Abbildungen auf Taf. 44 des Mineralreichs):
Smaragd Fig. 4
0
gelbgrün
e
blaugrün
Aquamarin Fig. 12
schwach gelblichgrün
himmelblau
blauer Beryll Fig. 10
fast farblos
himmelblau
dunkelgelber Beryll
goldgelb
grünlichgelb.
Meine Untersuchungen an brasilianischem Beryll hatten
folgendes Resultat:
No.
Farbe des Kristalls
ordentlicher
außerordentl. Strahl
3.
gelblichgrün
farblos
gelblichgrün
4.
fast farblos
farblos
blaugrünlich
6.
gelbgrünlich
schwach gelbgrünlich
farblos
8.
grünlich
schwach grünlich
farblos
9.
gelblichgrün
schwach gelblichgrün
farblos
11.
hellblau—grünlich
fast farblos
himmelblau
12.
hellblau
farblos
himmelblau
16.
hellgrünlich
schwach blaugrünlich
farblos
20.
schwach grünlich
schwach grünlich
farblos
21.
grün (an einem Ende)
fast farblos
blaugrün
26.
schwach gelbgrünlich
schwach bläulichgrün
farblos
32.
schwach bläulich
schwach bläulichgrün
farblos
34.
blaugrün
sehr schwach gelblich
blaugrün
37.
hellgrün
schwach hellgrün
farblos
40.
schwach grünlich
schwach grünlich
farblos
41.
schwach grünlich
schwach grünlich
farblos
42.
schwach grünlich
hellbläulichgrün
farblos
44.
hellgrün
hellgrün
farblos
109.
hellgrün
hellgelblichgrün
farblos bis blaßblau
111.
meergrün
gelblich
smaragdgrün
14.
weingelb
hellweingelb
grasgrün.
Man ersieht hieraus, daß der von Hintze (1. c.) auf
gestellte Satz, wonach im allgemeinen beim Beryll der außer

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