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H. Kohlmann, Beiträge zur Kenntnis
scheinlich, daß die eine Flüssigkeit Kohlensäure ist. Über
die Natur der zweiten Flüssigkeit läßt sich nichts Bestimmtes
aussagen.
Da die guten und großen Ätzfiguren auf der Basis aus
schließlich an scherbenförmigen Kristallen auftreten und an
diesen niemals fehlen, so möchte man schließen, daß auch die
gerundeten Flächen der scherbenartigen Kristalle durch Ätzung
entstanden seien, daß deren eigenartige Form, im ganzen ge
nommen, Korrosionsform sei. Ob diese Vermutung zutrifft,
wäre erst durch weitere Untersuchung der gekrümmten Formen
zu entscheiden.
Dritter Hauptteil.
Optische Untersuchungen.
Brechungsexponenten von brasilianischem Beryll sind
bisher nur von Schrauf 1 bestimmt worden; er fand an hell-
blaugriinem Beryll von Serra de Grao Mogor in Brasilien für
die D-Linie:
io e I. 14° 1,58182 1,57592 0,00590
II. 15° 1,58234 1,57541 0,00693
Meine Untersuchungen wurden teils mit einem ÄBBE’schen
Kristallrefraktometer von C. Zeiss in Jena, teils mit dem
Reflexionsgoniometer nach der Methode der kleinsten Ab
lenkung ausgeführt, und zwar nach der letzten Methode bei
allen den Kristallen, deren Prismenzone sich durch die Art
ihrer Ausbildung hierzu eignete, Avährend bei der ersteren
Methode Kristalle mit natürlicher glänzender Basis benutzt
wurden, so daß an der Basis die Totalreflexion erzeugt wurde.
1. Messungen mit dem Kristallrefraktometer.
Der Brechungsexponent des zur Halbkugel verwendeten Glases
betrug für Na-Licht 1,9070; als Benetzungsflüssigkeit wurde
Monobromnaphthalin verwendet. Der Grenzwinkel für den
ordentlichen Strahl wird im folgenden mit o, für den außer
ordentlichen mit e bezeichnet. Die Messungen wurden bei
Zimmertemperatur ausgeführt, und zwar mit streifend ein
fallendem Licht. Die Grenzen der Totalreflexion wurden nur
1 Sitz.-Ber. d. Akad. d. Wiss. Wien 1860. 42. 116.

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