des brasilianischen Berylls.
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Kanälen
konnte ich 2 Arten am brasilianischen Beryll beobachten.
Die einen laufen parallel der c-Achse und sind sechsseitig,
vielfach auch, wie die Ätzfiguren, mit rötlich-gelber Ver
witterungssubstanz erfüllt. Das Entstehen dieser Kanäle ist
durch den schaligen Bau des Berylls begünstigt. Sie durch
ziehen scharenweise den Kristall und bieten vielfach einen
guten Anhalt zur Orientierung über die Lage der c-Achse,
der sie parallel laufen. Eigenartig ist die zweite Art der
Kanäle (vergl. Taf. IV Fig. A). Diese durchziehen den Kristall
in den verschiedensten Richtungen, dem bloßen Auge wie dünne
silberne Fäden mit feinen Knoten erscheinend. U. d. M. er
kennt man nun die scheinbaren Knoten als Ätzfiguren, die
im Innern des Kristalls so liegen, daß sie mit ihrem breiten
Hexagon der Basis parallel gehen, und die in ihrer Kom
bination derjenigen der zweiten Art von Basisätzfiguren ahn-.
lieh sind; sie weisen also 2 Pyramiden verschiedener Stellung
und die Basis in kleiner Ausbildung auf. In Richtung der
anscheinend runden Kanäle sind diese Ätzfiguren vielfach
gestreckt. Öfter sind die Kanäle auch an den Stellen, wo
Ätzfiguren liegen, erweitert. Eine Erklärung hierfür möchte
die sein, daß in diese auf irgend eine Weise entstandenen
Kanäle, die durchaus unorientiert zu sein scheinen, Lösungs
mittel eingedrungen ist, und daß dieses dann in Richtung
der c-Achse, die für das Entstehen von Ätzfiguren besonders
begünstigt ist, lösend und Ätzgrübchen bildend gewirkt hat.
Das Auffallende hierbei ist, daß sich diese Ätzfiguren im
Innern des Kristalls, nicht an seiner Oberfläche befinden
und nur durch einen feinen Kanal mit der Außenfläche in
Berührung stehen.
Bei 2 Kristallen (No. 57 u. 64) Avurden Flüssigkeits
einschlüsse beobachtet, und zwar doppelte, indem innerhalb
eines Hohlraums im Kristall eine gestreckte und in dieser
eine kreisrunde Libelle lag. No. 57 wurde im Regulierofen
gut £ Stunde lang auf 43—45° erwärmt. Die runden Libellen
waren verschwunden, kamen aber u. d. M. bei einer Zimmer
temperatur von 20° C. nach 5 Minuten wieder zum Vorschein.
Dasselbe Verhalten zeigte No. 64. Es ist demnach wahr

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