des brasilianischen Berylls.
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oberes und unteres, mehr geneigtes Pseudodoma ersetzt. Doch
tritt die Pseudobasis zuweilen auch noch auf, wenn diese
zwei verschieden geneigten oberen und unteren Domen vor
handen sind. Die Ätzfiguren mit großer Pseudobasis weisen
vielfach auf dieser wiederum Ätzfiguren, aber in verkleinertem
Maßstab, auf. Die Begrenzung ist entweder vollkommen
geradlinig, oder oben und unten gerundet, dagegen an den
Seiten geradlinig; oder schließlich oben und unten gebrochen,
an den Seiten gekrümmt, so daß Sechsecke mit gerundeten
Seiten entstehen, die disymmetrisch sind (s. Fig. 14a—b).
00P2.
b
A
Ätzfiguren auf ccP2.
Bei der Beschreibung der Kristalle wurde schon erwähnt,
daß die beiden Prismen 00P und ooP‘2 sich wesentlich durch
ihre Flächenbesch affen heit unter
scheiden, indem ooP2 fast durch-
gehends glänzend, wenn auch leicht
in Richtung der c-Achse gestreift,
coP dagegen oft matt erscheint.
Diese Streifung findet sich z. B.
bei No. 15, 27, 30. Anderseits
sind auf den Prismenflächen zweiter
Stellung von No. 13 und 37 spindel
förmige Ätzfiguren zu erkennen.
Den Übergang zu dieser sekun
dären Form vermitteln langge
streckte mikroskopische Sechsecke
(No. 19, 22 u. 32), die sich in der
Mitte von Streifen befinden, welche nach oben und unten spitz
auslaufen (s. Fig. 15 a—c). Flächen ließen sich an diesen Ätz
figuren nicht genau erkennen, da sie meistens schwach mit
gelber Verwitterungssubstanz erfüllt sind. Die spindelförmigen
Ätzfiguren sind wahrscheinlich bei stärkerer Ätzung aus diesen
Sechsecken durch Rundung der Kanten hervorgegangen. •
Fig. 15. Ätzfiguren auf ooP2.
Ätzfiguren auf P
konnte ich bei nur einem einzigen Kristall (No. 31) beobachten.
Es waren Dreiecke, mit einer Seite der Kante OP : P parallel
und mit der Spitze dem Prisma zugewendet. Teilweise ist

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