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H. Kohlmann, Beiträge zur Kenntnis
Basis. Die Prismenflächen sind nach der Einwirkung von
Kalihydrat bedeckt mit Figuren, die bisweilen eine scharfe
quadratische Begrenzung aufweisen, im Sinne der Vertikal
achse ausgedehnt sind und sich in der Regel aus 4, auch wold
aus 5 Flächen aufbauen; weit häufiger sind die Ätzeindrücke
von rundlicher Gestalt; auch die Kanten in den Figuren selbst
sind gekrümmt. Als gleichschenkelige Dreiecke erweisen sich
die Ätzfiguren auf den Flächen der Grundpyramide, sehr
häufig sind es dreiflächige Pyramiden, von denen die obere
Polkante gerade abgestumpft ist. Die Basislinien der Drei
ecke gehen parallel den Kanten ooP : ooP, der Winkel an der
Spitze der Dreiecke ist ca. 85—90° groß. Die Ätzfiguren
auf benachbarten Pyramidenflächen liegen symmetrisch zu
einer den Polkantenwinkel der Pyramide halbierenden Ebene.
Gekrümmte Begrenzungslinien weisen in der Regel die Ätz
figuren auf den Flächen der Deuteropyramide auf, die sich
aus 4 Flächen aufbauen und monosymmetrisch sind. Auch
hier liegen die Ätzfiguren auf benachbarten Pyramidenflächen
symmetrisch zu einer den Polkantenwinkel der Pyramide
halbierenden Ebene. Die mit KOH erzeugten Ätzfiguren
erweisen somit den holoedrischen Charakter des Berylls.“
Interessante Ergebnisse fand Traube auch bei der Ätzung mit
Fluorkalium resp. Fluorwasserstofffluorkalium. Auf Basis und
Pyramiden ergab sich nichts Neues, dagegen wurden merk
würdige Erscheinungen beim Ätzen der Prismenflächen ge
funden. In vielen Fällen entstanden disymmetrische Sechs
ecke, von denen zwei längere, sich gegenüberliegende Seiten
den Prismenkanten parallel liefen. Bei stärkerer Einwirkung
des Ätzmittels entwickelten diese sich durch Rundung der
Kanten zu ellipsoidischen Gebilden.
Neben diesen traten aber bei stärkerer Ätzung auch
lange, schmale, tiefeingesenkte rektanguläre Gebilde, senk
recht zur c-Achse gestreckt, auf (ähnlich den von Wiik be
schriebenen). Bei einigen Kristallen kamen noch rhombische
Ätzfiguren hinzu, auf die die Beschreibung Petersson’s von
natürlichen Ätzfiguren auffallend paßt. Verfasser geht zuletzt
noch auf eine andere Art von Ätzfiguren ein, die durch ganz
kurze Einwirkung von IvFl auf die Oberflächenschicht er
halten werden und in ihrer Anordnung — sie sind regellos

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