166
H. Kolilmami, Beiträge zur Kenntnis
die für sich ziemlich gute Reflexe gaben. So hat Verfasser
verschiedene dihexagonale Prismen und Pyramiden gefunden
und berechnet.
Einen geätzten Beryll vom Mt. Antero, Col., beschreibt
Penfield 1 : Er fand an diesem Kristall folgende durch Ätzung
entstandenen Flächen: 12Pf, 12P2 und 2P.
In seiner Arbeit: „Ein Beryllkristall mit rhomboedrischer
Ausbildung“ beschreibt A. Arzruni 1 2 Ätzfiguren auf ooP: Er
fand an diesem Stück neben disymmetrischen Hexagonen und
elliptischen, resp. ganz runden Eindrücken auch Oktogone
„mit 4 vorwaltenden, sich unter einem Winkel von beiläufig
30° (resp. 150°) schneidenden Kanten. Alle diese Ätzgruben
werden nicht von einheitlich nach innen abfallenden Begrenzungs
flächen umrandet, sondern stellen treppenartig gebaute Ver
tiefungen dar, in welchen die schrägen Flächen mit parallel
der Fläche des Prismas gelegenen Böden ab wechseln.“ 2P2
ist an diesem Kristall hemiedrisch ausgebildet. Nur auf 3 großen
Flächen fanden sich Ätzhügel, die gemessen und als dihexago
nale Pyramiden symbolisiert wurden. Verfasser regt auf
Grund dieser Ergebnisse zu einer umfassenden Untersuchung
der Symmetrieverhältnisse des Beryll an.
Carl Vrba berichtet in der Zeitschr. f. Krist. 3 über
Berylle von Pisek mit Ätzfiguren: Infolge starker Ätzung,
besonders an den Polen, ist bei den meisten Kristallen die
Basis nur noch klein und hexagonal getäfelt vorhanden. Die
Messung der Prärosionsflächen selbst machte große Schwierig
keiten, da sie einerseits gewöhnlich gerundet und stark facettiert
sind und anderseits eine ziemlich große Inkonstanz aufweisen.
Es konnten nur die Prärosionsflächen bestimmt werden, welche
an Kristallen auftraten, an denen Basis oder Prisma erhalten
waren, so daß eine Orientierung möglich war. Es wurden
auch Abgüsse von Ätzgrübchen gemacht und zwar mit Wood’-
schem Metall, Siegellack und Ozokerit. Alle 3 Methoden er
wiesen sich als zu ungenau, so daß Stückchen mit Ätzfiguren
vom Kristall abgesprengt und selber gemessen werden mußten.
1 Amer. Journ. Sc. 1890. 40. 488. Dies. Jalirb. 1893. II. -4(58-.
2 Schrift d. k. rtlSs. min. Ges. St. Petersburg. 1894. ]>. 155—160.
Dies. Jahrb. 1896. II. -22-,
:i Zeitschr. f. Krist. 24. 104 ff. 1895.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.