des brasilianischen Berylls.
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zeigen, darunter ganz besonders die Form 2Pf, oft so ent
wickelt, daß die Flächen dieser Form recht groß sind und
mit den Pyramiden erster und zweiter Stellung 2P und 2P2
eine ausgezeichnete Zone bilden. Durch die Entwicklung dieser
Form unterscheiden sich die brasilianer Berylle von denen
anderer Fundorte, welche zwar bisweilen dieselbe Pyramide 2Pf
aufweisen, aber immer nur klein und untergeordnet', soweit
sich das aus den Beschreibungen ersehen läßt. Angaben über
das Auftreten von 2Pf am Beryll fand ich bei folgenden
Autoren:
Schbauf 2 bringt nach D’Achiardi, Nuovo Cim. 1870. III.
die Zeichnung eines Berylls mit cabsD/tyz, das sind OP,
ooP, ooP2, 2P2, fP2, 2P, V 6 PY 6 und 2P§. Eine analoge
Form ohne D ist an Beryll von Elba und von Sibirien auch
von Schraüf selbst beobachtet worden. In der von Schrauf
gegebenen Zeichnung tritt z nur sehr schmal auf.
Ferner beschreibt Schrauf 3 einen losen Kristall mit
apfelgrüner Farbe, der wahrscheinlich von der Tokowaja
stammt und die Zone s z y u mit nur schmal ausgebildetem
z = 2Pf besitzt.
Kokscharow 1 2 3 4 hat dieselbe Pyramide 2P| an einer Anzahl
von Beryllkristallen von der Urulga festgestellt. Er fand:
OP, P, 2P, 2P2, 2P|, OOP
OP, P, 2P2, 2Pf, ooP
OP, P, 2P, 2P2, 2Pf, ooP, ooP2.
Diese 3 Kombinationen sind auf den Tafeln 15 und 16
als No. 26, 27 und 34 von ihm abgebildet. Er bemerkt dazu:
„Die Flächen der dihexagonalen Pyramide 2Pf treten ge
wöhnlich als schmale Abstumpfungsflächen der Kombinations
kanten s : u auf, doch sind dieselben manchesmal auch ziem
lich breit, wie ich an einem in Fig. 34 abgebildeten Kristall
aus der Sammlung des Herrn Grafen L. A. Perowsky Ge
legenheit hatte, zu beobachten.“
1 Abgesehen von wenigen Ausnahmen von der Urulga; siehe Koksch.
Mat. 1. 171.
2 Schrauf : Atlas der Kristallformen des Mineralreichs. 4. Lief.
Wien 1873. Taf. 33 Fig. 2.
3 Mineralogische Beobachtungen. IV. 11. April 1872. 65. Sitz.-Ber.
d. k. Akad. d. Wiss. Wien.
4 Kokscharow: Materialien zur Mineralogie Rußlands. 1. 171.
N. Jahrbuch f. Mineralogie etc. Beilageband XXV. 11

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