Full text: Beiträge zur Kenntnis des brasilianischen Berylls

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H. Kohlmann, Beiträge zur Kenntnis 
72° 32^' bis 74° 23^' einen gleichmäßig hellen Lichtzug. Für 
Anfang, Mitte und Ende ergab die Berechnung m = 5,52 
resp. 5,85 resp. 6,21. Es läge nahe, als Mittel 6P anzu- 
nehmen; da 6P jedoch an dem übrigen, mir zur Verfügung 
stehenden Material nicht auftritt und überhaupt noch nie am 
Beryll beobachtet ist, ich dagegen die allerdings bis jetzt 
auch noch unbekannte Pyramide y P an dem folgenden Kristall 
No. 23 mit 2 Flächen sicher nachgewiesen habe, so liegt obigen 
Reflexen wahrscheinlich eine gerundete Fläche yP zugrunde; 
hierfür ergäbe m = 5,52 einen guten Wert. Die beiden 
dihexagonalen Pyramiden in der Zone 2P2 : ooP sind ziemlich 
scharf ausgebildet. 
Ich fand als Winkelwerte und Parameter: 
N : c 6 61°35' 1 
N : m b 31 58 2 
hieraus m = 3,58, n = 1,37, das Symbol also |P^; und 
W:c b 74° 56' 1 
W : in b 16 40 2 
hieraus das Symbol 7P|. Nach dem Zonengesetz können 
beide Flächen in der Zone coP : 2P2 auftreten. 
No. 23. Der andere, dieselbe Kombination zeigende 
Kristall, der letzte des ersten Haupttypus, ist ganz schwach 
gelblich-grün und klar und 2,1: 1 cm groß. Alle Flächen 
sind glänzend. Über die Basis läuft ein Riß parallel einer 
Kante OP : ooP. Die Pyramide yP ergab sich aus folgenden 
Messungen: 
Y, : c c 72°33i' 2 
Y 2 : c c 72 34 2 
Der berechnete Winkel ist 72° 29'. Die beiden Flächen Y 
sind schmal und ihre' Reflexe schwach. 
Von den dihexagonalen Pyramiden ergab die erste die 
W erte: 
[N] : c = 62» 31' 
[N] : m = 31 8 
Die Fläche ist schmal und gerundet, die Reflexe waren 
unscharf und doppelt. Man erhält aus obigen Winkeln m = 3,7 
und n - 1,36, also eine Fläche in der Mitte zwischen 4P^ 
und £P£; die Reflexe sind zum Aufstellen eines neuen Symbols 
jedoch zu unsicher. 
Die Winkel von 7P£:
	        

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